Robert Miel

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Robert Miel
Bild: WStLA

Personalia

Geboren:

14. Jänner 1922, Wien

Gestorben:

11. Mai 2013, Wien

Beruf:

Angestellter

Verfolgung:

Haft 13.02.1940 - 28.11.1940

Mitgliedschaften

Österreichische Front/Österreichische Bewegung (Gruppe Theiss), Österreichische Volkspartei, ÖVP Kameradschaft der politisch Verfolgten und Bekenner für Österreich

Lebenslauf

Robert Miel wird als Sohn des Ehepaares Raimund Miel und Maria, geborene Klee, in Wien geboren. Nach der Volksschule besucht er für fünf Jahre das Gymnasium, schließt diese aber nicht ab, sonders wechselt für zwei Jahre in die Handelsschule.

Der praktizierende Katholik und Gegner des Nationalsozialismus Robert Miel tritt bereits kurz nach der Okkupation Österreichs durch Hitler-Deutschland im März 1938 einer kleinen Gruppe von Anti-Nationalsozialisten um seinen engen Freund Camillo Heger bei. Über seine Vermittlung lernt Camillo Heger im April 1938 Friedrich Theiss kennen, der ebenfalls eine kleine Widerstandsgruppe gegründet hat. Die beiden beschließen, die Gruppen zu fusionieren und daraus die Österreichische Front zu gründen, die sich später auch Österreichische Bewegung [auch: Gruppe Theiss] nennt.

Die Österreichischer Front strebt die Loslösung des besetzten Österreichs vom Deutschen Reich an. Diese Organisation wirbt Mitglieder und gründet sogar eine eigene Frauengruppe unter Josefa Breuer. Es werden monatlich Mitgliedsbeiträge eingehoben, Ausflüge und Schulungen organisiert und pro-österreichische Schriften hergestellt. Sogar die Aufstellung einer eigenen Wehrgruppe unter der Führung von Alois Döttling und Franz Vochozka wird ins Auge gefasst.

Als der Flakkanonier Leopold Buliczek, der ebenfalls Mitglied der Österreichischen Front ist, beim Versuch sich nach Ungarn abzusetzen, erwischt wird, gibt er nach den Verhören der Gestapo die Existenz der Gruppe Österreichischen Front um Friedrich Theiss preis.

Am 13. Februar 1940 wird Robert Miel, gemeinsam mit den anderen Mitgliedern der Österreichischen Front nach einer Hausdurchsuchung durch die Gestapo verhaftet. Er wird in die Haftanstalt in der Rossauerlände (auch Elisabethpromenade genannt) eingeliefert und nach drei Monaten in das Landesgericht I überstellt.

Robert Miel wird gemeinsam mit den anderen Mitglieder der Österreichischen Front angeklagt, da die Beweislage gegen ihn sehr schwach ist, findet der Prozess gegen ihn aber nicht statt. Er wird am 28. November 1940 freigelassen.

Nachdem er danach kurz arbeitet wird Robert Miel im Oktober 1941 zur Wehrmacht eingezogen und gerät in amerikanische Kriegsgefangenschaft, aus der er im September 1946 heimkommt.

Robert Miel tritt der neugegründeten Österreichischen Volkspartei (ÖVP) und der ÖVP-Kameradschaft der politisch Verfolgten und Bekenner für Österreich bei und heiratet Thekla Haszak. Er arbeitet bis zu seiner Pensionierung 1983 als Buchhalter.

Er verstirbt 2013 in Wien und wird am Wiener Zentralfriedhof beigesetzt.

Orte

Wohnort:

Quellen

Wiener Stadt- und Landesarchiv (WStLA)

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Robert Miel

Angestellter
* 14. Jänner 1922
Wien
† 11. Mai 2013
Wien
Haft