Österreichische Freiheitsbewegung – Gruppe Eder

Der Widerstandskämpfer Josef Eder schloss sich bereits unmittelbar nach der Besetzung Österreichs, im Sommer 1938 der Widerstandsgruppe Hebra um den Schriftsteller Wilhelm Hebra an. Im Gegensatz zu Wilhelm Hebra, der eine konservativ-freiheitliche Staatsform anstrebte, verfolgte Josef Eder die Idee einer ständestaatlichen-autoritären Staatsform. Einig waren sich Hebra und Eder in der strikten Ablehnung des Nationalsozialismus.

Josef Eder warb für die Gruppe Hebra aktiv neue Mitglieder und veranstaltete regelmäßige Treffen in Gasthäusern. Er bildete eine Zelle innerhalb der Gruppe Hebra, in der auch einzelne Funktionen vergeben wurden. Die Zelle organisierte die Produktion und Verteilung unterschiedlicher Flugzettel.

Ende 1938 entzweiten sich Eder und Hebra, da nach Eders ansicht, Wilhelm Hebra sich zu unvorsichtig über seine politischen Ansichten und Pläne Dritten gegenüber äußerte. Die Zelle des Josef Eder folgte ihm und nannte sich Österreichische Freiheitsbewegung Gruppe Eder.

Josef Eder suchte danach Anschluss zu bayrischen monarchistischen Widerstandsgruppen, da er nunmehr einen gemeinsamen bayrisch-österreichischen monarchistischen Staat anstrebte. Dazu kam es jedoch nicht mehr, da ab 23. März 1939 die Mitglieder sukzessive von der Gestapo verhaftet wurden.

Österreichische Freiheitsbewegung – Gruppe Eder waren u.a.:

Maria Demel, Josef Eder, Johnna Hanke, Ludwig Kitzinger, Hugo Kosch, Johann Meier, Friedrich Polcar, Josef Reininger, Friederike Schneider,

Quellen

  • Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands (DÖW)