Sektionschef Dr. Franz Krisch

Personalia

Geboren:

31. Jänner 1898, Preßburg

Gestorben:

28. Februar 1982, Wien

Beruf:

Beamter

Verfolgung:

Haft 12.03.1938 - 09.06.1938,
Entlassung 1938

Mitgliedschaften

K.Ö.St.V. Rudolfina Wien, Ö.k.a.V. Rhaeto-Danubia Wien, Österreichische Volkspartei, ÖVP Kameradschaft der politisch Verfolgten und Bekenner für Österreich, Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem - Statthalterei Österreich

Lebenslauf

Franz Krisch besucht das Gymnasium in Hollabrunn, wird 1916 unmittelbar nach der Matura zur k. u. k. Armee eingezogen und dient dort im 4. Tiroler Kaiserjägerregiment Nach dem Krieg beginnt er sein Studium an der Exportakademie, der späteren Hochschule für Welthandel in Wien.

1919 wird er bei der Studentenverbindung Rudolfina aufgenommen. 1920 wechselt er zum Jus-Studium an die Universität Wien, wo er 1928 zum Dr. iur. promoviert. Neben dem Studium arbeitet er bei der Allgemeinen Depositenbank, um sein Studium finanzieren zu können. Nach Abschluss des Studiums mit der Promotion zum Dr. iur. wechselt er zur NÖ Landesregierung und wird der Bezirkshauptmannschaft Horn zugeteilt. 1930 lässt er seinen kroatischen Familiennahmen Kriz eindeutschen in Krisch. 1933 wird er dem Präsidium des Bundeskanzleramtes unter der Leitung von Eugen Edler von Chavanne zugeordnet und dort Beamter.

Am 12. März 1938 erlebt Franz Krisch, wie mit dem Einmarsch der deutschen Wehrmacht, das freie und unabhängige Österreich untergeht. Noch am Tag der Besetzung seines Heimatlandes wird er von der Gestapo verhaftet und bis zum 9. Juni 1938 in Polizeihaft genommen. Nach der Haftentlassung wird er mit Wirkung vom 31. Dezember 1938 durch Zwangspensionierung entlassen. 1939 ist er vorübergehend als Privatangestellter in Berlin tätig und wird 1941 zur deutschen Wehrmacht eingezogen.

Nach der Befreiung Österreichs und der Wiedererrichtung der Republik im April bzw. Mai 1945 folgt er seinem früheren Vorgesetzten im Bundeskanzleramt Eugen von Chavanne und tritt als Beamter in die Dienste des neugeschaffenen Staatsamtes für öffentliche Bauten, Übergangswirtschaft und Wiederaufbau, das Ende 1945 in das Bundesministerium für Handel und Wiederaufbau aufgegangen ist. 1950 tritt er hier als Leiter der Präsidialsektion in die Nachfolge Eugen von Chavannes und wird 1951 zum Sektionschef ernannt, eine Tätigkeit, die er bis zu seinem Ruhestand 1964 ausgeübt hat. 1958 wird er in den Ritterorden vom heiligen Grab zu Jerusalem (OESSH) aufgenommen.

Franz Krisch verstirbt mit 84 Jahren in Wien und findet seine letzte Ruhestätte am Friedhof in Wien-Sievering.

Orte

Wohnort:

Quellen

  • Krause, Peter/Reinelt, Herbert/Schmitt, Helmut (2020): Farbe tragen, Farbe bekennen. Katholische Korporierte in Widerstand und Verfolgung. Teil 2. Kuhl, Manfred (ÖVfStG, Wien), S. 187.

Archiv Ritterorden vom heiligen Grab zu Jerusalem (OESSH)

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Franz Krisch

Beamter
* 31. Jänner 1898
Preßburg
† 28. Februar 1982
Wien
Entlassung, Haft