Irene Hölzer-Weinek (geb. Weinek)

Personalia

Geboren:

14. Oktober 1888, Prag

Gestorben:

24. Oktober 1965, Wien

Beruf:

Malerin und Grafikerin

Verfolgung:

Tätigkeitsverbot 1938 - 1945

Ehrungen:

Ehrenpreis der Stadt Wien

Mitgliedschaften

Österreichische Volkspartei, ÖVP Kameradschaft der politisch Verfolgten und Bekenner für Österreich

Lebenslauf

Irene Weinek (auch Weineck) kommt in Prag als eheliche Tochter des Astronomen Ladislaus Weinek und seiner Gattin Hermine, geborene Wahle, zur Welt. Nach ihrer Schulbildung beginnt sie ihre künstlerische Ausbildung als Privatschülerin von Vojtěch Hynais und studiert danach an der Kunstakademie in Prag. Auch besucht sie die dortige Kunstgewerbeschule. Später schließt sie ihre Studien bei dem deutschen Maler Lothar von Kunowski in Berlin ab.

1912 heiratet sie den Bankbeamten und Major Felix Hölzer und zieht nach Wien. Sie wird Ausschussmitglied der Vereinigung bildender Künstlerinnen Österreichs sowie Mitglied des Zentralverbandes bildender Künstler, der österreichischen Kunstgesellschaft, der Freien Vereinigung und des Badener Kunstvereins. Ab 1917 beschickt sie eine Reihe von Ausstellungen, vorwiegend in Wien.

1918 erlebt sie dort die Niederlage Österreich-Ungarns, die Zerschlagung der Doppelmonarchie und der Vertreibung der Habsburger. Anfang der 1920er hält sie sich einige Jahre in der chinesischen Stadt Harbin auf, bevor sie wieder nach Wien zurückkehrt.

Irene Hölzer-Weinek malt in einem farblich bestimmten, expressiven Stil. Sie ist eine anerkannte Porträtmalerin, die insbesondere Bildnisse von österreichischen Persönlichkeiten der Zwischenkriegszeit malt. In den 1930er Jahren portraitiert sie katholisch-konservative prominenten Persönlichkeiten wie beispielsweise Theodor Kardinal Innitzer, Bundeskanzler Engelbert Dollfuss oder Bundeskanzler Kurt von Schuschnigg u.v.m., aber auch andere Persönlichkeiten wir Sigmund Freud.

Am 12. März 1938 muss sie erleben, wie mit dem Einmarsch der deutschen Wehrmacht das freie und untergeht. Mit der Besetzung ihres Heimatlandes wird ihr ein Tätigkeitsverbot der Reichskulturkammer ausgesprochen. Danach dürfte sie beruflich nicht Tätig gewesen sein.

In Wien erlebt Irene Hölzer-Weinek die Befreiung Österreichs und die Wiedererrichtung der Republik im April bzw. Mai 1945. Sie tritt der neugegründeten Österreichischen Volkspartei (ÖVP) und der ÖVP-Kameradschaft der politisch Verfolgten und Bekenner für Österreich bei.

Irene Hölzer-Weinek verstirbt in Wien mit 77 Jahren und findet ihre letzte Ruhestätte am Friedhof in Wien-Ober St. Veit.

Orte

Wohnort:

Quellen

Wiener Stadt- und Landesarchiv (WStLA)

Wikipedia unter de.wikipedia.org/wiki/Irene_Hölzer-Weinek

Friedhöfe Wien - Verstorbenensuche

Irene Hölzer-Weinek

Malerin und Grafikerin
* 14. Oktober 1888
Prag
† 24. Oktober 1965
Wien
Tätigkeitsverbot