DDr. Felix Romanik

Personalia
Geboren:
Gestorben:
Beruf:
Verfolgung:
Entlassung 1938,
Widerstandskämpfer (unentdeckt)
Mitgliedschaften
Lebenslauf
Über Felix Romaniks Kindheit und Jugend ist nichts erhalten geblieben. Er tritt 1927 der Mittelschulverbindung Ostaricia Wien bei und 1928 als Student der Studentenverbindung Bajuvaria. 1929 wird er auch Mitglied der Mittelschulverbindung Vindobona II.
Felix Romanik hat vor 1938 eine Professur am TGM und ist Dozent an der Hochschule für Welthandel in Wien.
Am 12. März 1938 erlebt er den Untergang des freien und unabhängigen Österreich mit dem Einmarsch der deutschen Wehrmacht. Er wird er als politisch unzuverlässig aus dem Staatsdienst entfernt.
Bereits im Herbst 1938 schließt er sich mit seinen Bundesbrüdern Max Gererstorfer und Hans Dorrek der Widerstandsgruppe unter der Führung des Welthandelsprofessors Karl Meithner an. Diese konservative Akademikergruppe arbeitet mit der Kommunistischen Gruppe um den KP-Bezirksobmann Paul Antl zusammen. Es werden Geldspenden für NS-Opfer gesammelt und Versuche, Freunde aus dem KZ freizubekommen, gelingen teilweise. Um die Jahreswende 1939/40 fliegt die Gruppe Meithner auf. Felix Romanik wird aber, da er zwischenzeitlich zur Wehrmacht eingerückt ist, nicht entdeckt. Er wird zum Kriegsverwaltungsinspektor befördert, aber später wieder wegen Kontakten zu kroatischen Widerstandskreisen degradiert und nach Schlesien strafversetzt. Dort erhält er Kontakt mit französischen Kriegsgefangenen und polnischen Zivilarbeitern, deren Fluchtvorbereitungen er unterstützt. Eine Disziplinaruntersuchung gegen ihn wird niedergeschlagen, bedeutet aber für ihn abermalig Degradierung und im Oktober 1944 Strafversetzung zur Waffen-SS nach Graz. Hier konspiriert er im Luftgau und Wehrkreis XVII und bleibt dabei unentdeckt. Er kommt wieder in Verbindung zu seinem Bundesbruder Max Gererstorfer, und beide konspirieren im Luftgau und Wehrkreis XVII unentdeckt.
In Wien erlebt Felix Romanik die Befreiung Österreichs und die Wiedererrichtung der Republik im April bzw. Mai 1945. Er wird rehabilitiert und arbeitet wieder als Lehrer. 1953 wird er in den Ritterorden vom heiligen Grab zu Jerusalem (OESSH) aufgenommen. Er wird in weiterer Folge Mitglied der Mittelschulverbindungen Leopoldina Gmünd, Vindobona I und Herulia Wien, sowie der Studentenverbindung Mercuria.
Als Lehrer geht Felix Romanik in den Ruhestand und verstirbt mit 66 Jahren. Er findet seine letzte Ruhestätte am Friedhof in Wien-Lainz.
Orte
Wohnort:
Quellen
- Fritz, Herbert/Krause, Peter (2013): Farbe tragen, Farbe bekennen 1938–45. Katholische Korporierte in Widerstand und Verfolgung. (ÖVfStG, 2013), S. 494.
Archiv Ritterorden vom heiligen Grab zu Jerusalem (OESSH)
Friedhöfe Wien - Verstorbenensuche
