Adelheid Seraphina (Etelka) Grünholz (geb. Gál)

Personalia
Geboren:
Gestorben:
Beruf:
Verfolgung:
Zwangsarbeit 1938 bis 1945
Lebenslauf
Adelheid Seraphina 'Etelka' Gál kommt in Budapest als eheliche Tochter des Kaufmanns Emerich Gál und seiner Gattin Cäzilia, geborene Matejka, zur Welt. Ihr Vater entstammt der jüdischen Familie Goldscheider, war mit 20 Jahren zum katholischen Glauben konvertiert und änderte seinen Nachnamen auf 'Gál'. Etelka Gál wird katholisch getauft.
1916 heiratet sie den aus Wien stammenden Möbelhändler und Tapezierer Robert Grünholz, der 1914 vom Judentum zum katholischen Glauben konvertiert war. Im Jahr der Hochzeit kommt Tochter Eleonore zur Welt; 1921 die Tochter Hildegard.
Am 12. März 1938 muss Etelka Grünholz erleben, wie mit dem Einmarsch der deutschen Wehrmacht das freie und unabhängige untergeht. it der Besetzung Österreichs wird die deutsche Gesetzgebung übernommen und damit auch die ‘Nürnberger Rassengesetze’, nach denen Etelka Grünholz als 'Mischling I. Grades’ gilt.
Sie wird nach der Besetzung Österreichs zum Dienst in der Firma Hermann Fischer & Sohn zwangsverpflichtet und muss ab 19. September 1941 den gelben Stern, den 'Judenstern', sichtbar an der Kleidung tragen. Ihre Tochter Eleonore flüchtet in die Türkei, ihre Tochter Hildegard wird 1944 wegen Vorbereitung zum Hochverrat festgenommen.
Etelka Grünholz wird nicht in ein Konzentrationslager deportiert und erlebt im April bzw. Mai 1945 die Befreiung Österreichs und die Wiedererrichtung der Republik. Danach ist sie wieder im Haushalt tätig.
Etelka Grünholz verstirbt mit 81 Jahren in Wien und findet ihre letzte Ruhestätte am Wiener Zentralfriedhof.
Orte
Wohnort:
Quellen
Wiener Stadt- und Landesarchiv (WStLA)
Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands (DÖW)
Matricula Online
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