DDr. Alois Lugger

Personalia
Geboren:
Gestorben:
Beruf:
Verfolgung:
Entlassung 1938,
Arbeitsverbot für Tirol und die "Ostmark" 1938
Mitgliedschaften
Lebenslauf
Alois Lugger wird als Sohn eines Gendarmen geboren. Die Familie kommt aus dem Wallfahrtsort Maria Luggau im kärntner-tirolischen Grenzgebiet und siedelt nach dem Tod der Mutter 1919 nach Kufstein, wo Alois Lugger die Volksschule und das Realgymnasium absolviert. Dort wird er bei der Mittelschulverbindung Cimbria aufgenommen. Nach der Matura im Jahr 1931 beginnt er das Studium an der Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät der Universität Innsbruck (Dr. iur. 1935, Dr. rer. pol. 1936) und tritt dort der Studentenverbindung Austria Innsbruck bei.
Nach dem Gerichtsjahr beim Landesgericht Innsbruck tritt Alois Lugger 1936 in den Dienst der Tiroler Landesregierung und wird Sekretär von Landeshauptmann Josef Schumacher. Nach dem Anschluss im März 1938 wird er als Landesbediensteter entlassen und mit einem Arbeitsverbot im Gau Tirol und dann für die ganze „Ostmark“ belegt. Daher ist er zuerst als Wirtschaftsjurist in Wien und dann in Berlin (Rechtsberater bei der AEG) tätig. 1940 wird er zur deutschen Wehrmacht (Flak) eingezogen und kehrt mehrfach verwundet zurück (letzter Dienstgrad Oberleutnant der Reserve).
Nach der Befreiung Österreichs und der Wiedererrichtung der Republik im April bzw. Mai 1945 beginnt Alois Lugger seine politische Karriere und tritt der neugegründeten Österreichischen Volkspartei (ÖVP) bzw. dem Österreichischen Arbeitnehmerinnen- und Arbeitnehmerbund (ÖAAB) bei. Er wird 1949 Tiroler Landtagsabgeordneter und später Landtagspräsident. Zusätzlich ist er von 1956 bis 1983 Bürgermeister der Stadt Innsbruck. 1959 wird er in den Ritterorden vom heiligen Grab zu Jerusalem (OESSH) aufgenommen.
Alois Lugger verstirbt mit 93 Jahren in Rum in Tirol.
Orte
Wohnort:
Quellen
Biolex des ÖCV unter www.oevp.at/biolex
Archiv Ritterorden vom heiligen Grab zu Jerusalem (OESSH)
