Dkfm. Johann Anton Gustav Brunner
Personalia
Geboren:
Gestorben:
Beruf:
Verfolgung:
Entlassung am 31.08.1938
Ehrungen:
Ehrenzeichen für Verdienste um die Befreiung Österreichs
Mitgliedschaften
Lebenslauf
Johann Anton Gustav Brunner kommt in Wien als ehelicher Sohn des Angestellten Johann Brunner und Elisabeth, geborene Nöhrer, zur Welt. Nach der Volksschule besucht der die Realschule Wien VI [heute: BRG6 Marchettigasse], wo er 1930 maturiert. Im Anschluss inskribiert an an der Hochschule für Welthandel [heute: Wirtschaftsuniversität Wien] und spondiert dort zum Diplomkaufmann im Jahre 1936.
Im gleichen Jahr, im September 1936, fängt er bei der Wirtschaftskammer Wien zur arbeiten an. Gleichzeitig engagiert sich der überzeugte Österreicher und Gegner des Nationalsozialismus in der Presseabteilung der Vaterländischen Front. Dort versucht er die Kampagne für die Eigenständigkeit Österreichs und die Abwehr des Nationalsozialismus medial zu koordinieren.
Am 12. März 1938 muss er erleben, wie das freie und unabhängige Österreich mit dem Einmarsch der deutschen Wehrmacht untergeht. Mit 31. August 1938 wird Johann Brunner aus der Wirtschaftskammer Wien auf ausdrücklichen Wunsch der Reichsstatthalterei Wien entlassen. Danach arbeitet er bei zwei Firmen, bis er im Oktober 1939 der Finanzverwaltung beitritt. Bereits am 20. Mai 1940 wird er jedoch zur Wehrmacht eingezogen. 1942 heiratet er Karoline Gartner.
Johann Brunner erlebt als Kriegsverletzter die Befreiung Österreichs im Mai 1945. Danach kündigt er bei der Finanzverwaltung und gründet einen Chemiegroßhandel mit Niederlassungen in Wien und Linz. Er engagiert sich bei der ÖVP-Kameradschaft der politisch Verfolgten und Bekenner für Österreich. 1970 heiratet er ein zweites Mal.
Johann Brunner geht schließlich in Pension und verstirbt mit 75 Jahren in Wien. Er findet seine letzte Ruhestätte am Friedhof in Wien-Inzersdorf.
Orte
Wohnort:
Quellen
Wiener Stadt- und Landesarchiv (WStLA)
Archiv Wirtschaftsuniversität Wien
Matricula Online
Friedhöfe Wien - Verstorbenensuche
