Kriminalinspektor Eduard Kopp

Personalia

Geboren:

6. August 1911, Wien

Gestorben:

22. März 1998, Wien

Beruf:

Rathauswachbeamter und Kriminalbeamter

Verfolgung:

Entlassung 30.04.1938

Ehrungen:

Bronzene Medaille für Verdienste um die Republik Österreich

Militärverdienstzeichen II. Klasse

Mitgliedschaften

Österreichische Volkspartei, ÖVP Kameradschaft der politisch Verfolgten und Bekenner für Österreich

Lebenslauf

Eduard Kopp kommt in Wien als ehelicher Sohn des Schlossergehilfen Franz Kopp und seiner Gattin Albine, geborene Lerch, zur Welt. Nach fünf Jahren Volksschule besucht er die Fortbildungsschule und macht die Ausbildung zum Taschner im Ledergewerbe.

Nachdem Eduard Kopp kurze Zeit als Hilfsarbeiter arbeitet, tritt der am 10. März 1930 dem Infanterieregiment Nr. 3 des Österreichischen Bundesheeres bei. Als Soldat nimmt er im Februar 1934 an der Niederschlagung des sozialistischen Februaraufstandes teil. Am 1. Dezember 1936 tritt er in den Dienst der Rathauswache ein.

Beim Einmarsch der deutschen Wehrmacht in Österreich in der Nacht vom 11. auf den 12. März 1938 versuchen Nationalsozialisten das Wiener Rathaus zu besetzen. Der erfahrende Soldat und Fachreferent für Feuerlösch- und Luftschutzwesen beim Magistrat der Stadt Wien Generalmajor Arthur Zar schafft es mit den Mitgliedern der Rathauswache kurzfristig, den nationalsozialistischen Versuch, in das Rathaus einzudringen, abzuwehren. Arthur Zar wird daraufhin verhaftet und mit dem sogenannten 'Prominententransport' in der KZ Dachau deportiert. Eduard Kopp wird als 'politisch unzuverlässig' am 30. April 1938 aus der Rathauswache entlassen. Knapp zwei Wochen zuvor, am 17. April 1938 hatte er Julia Rosenfelder geheiratet. Die Ehe bleibt kinderlos.

Bis 5. September 1938 ist Eduard Kopp arbeitslos, danach arbeitet er als Taschnergehilfe bei der Lederfabrik Acta & Seisser im 7. Wiener Gemeindebezirk. Am 26. August 1939, unmittelbar vor dem Überfall Hitler-Deutschlands auf Polen, wird er zur Wehrmacht eingezogen.

Als Soldat der Wehrmacht erlebt Eduard Kopp die Befreiung Österreichs und die Wiedererrichtung der Republik im April bzw. Mai 1945. Er tritt der neugegründeten Österreichischen Volkspartei (ÖVP) und der ÖVP-Kameradschaft der politisch Verfolgten und Bekenner für Österreich bei und beginnt bei der Kriminalpolizei zu arbeiten.

Als Kriminalbeamter geht Eduard Kopp in den Ruhestand und verstirbt mit 76 Jahren in Wien. Er findet seine letzte Ruhestätte am Wiener Zentralfriedhof.

Orte

Wohnort:

Quellen

Wiener Stadt- und Landesarchiv (WStLA)

Österreichisches Staatsarchiv (ÖStA)

Matricula Online

Eduard Kopp

Rathauswachbeamter und Kriminalbeamter
* 6. August 1911
Wien
† 22. März 1998
Wien
Entlassung