Dr. Josef Krainer sen.

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Josef Krainer sen.
Bild: ÖCV

Personalia

Geboren:

16. Februar 1903, St. Lorenzen

Gestorben:

28. November 1971, Allerheiligen

Beruf:

Landeshauptmann

Verfolgung:

Haft 12.03.1938 - 02.04.1938,
nach Haftbefehl versteckt

Mitgliedschaften

K.Ö.St.V. Babenberg Graz, K.Ö.H.V. Carolina Graz, K.St.V. Waldmark Mürzzuschlag, Österreichische Volkspartei, Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem - Statthalterei Österreich

Lebenslauf

Josef Krainer sen. entstammt einer steierischen Bauernfamilie und arbeitet zunächst als Landwirt und dann als Forstarbeiter. Schon sehr früh betätigt er sich politisch. Mit 18 Jahren tritt er in die Christlichsoziale Partei ein. 1927 übersiedelt er von Kobenz nach Graz und wird 1927–1936 Obmann des Verbandes der Angestellten- und Arbeiter-Organisation in der Land- und Forstwirtschaft der Steiermark.

Ab 1934 tritt er der Vaterländischen Front bei, übernimmt ein Mandat als Abgeordneter im Steiermärkischen Landtag und 1936 das Amt des Präsidenten der Steirischen Arbeiterkammer. Darüber hinaus er wird Vizebürgermeister von Graz.

Am 12. März 1938 muss Josef Krainer sen. erleben, wie mit dem Einmarsch der deutschen Wehrmacht, das freie und unabhängige Österreich untergeht. Noch in den Morgenstunden des 12. März 1938 wird er in Anwesenheit des Gauleiters Sigfried Uiberreither von der Gestapo im Hause Mariengasse 14 verhaftet und in das Grazer Polizeigefängnis in der Paulustorgasse gebracht. Nach drei Wochen ist Josef Krainer sen. wieder freigelassen worden. Wegen seiner Kontakte zu Widerstandskämpfern wird später erneut polizeilich nach ihm gefahndet. Er kann sich bis Kriegsende bei Bauern versteckt halten.

Nach dem Krieg wird tritt er der neugegründeten Österreichischen Volkspartei (ÖVP) bei, ist 1945–1950 Bürgermeister von Gassetsdorf und ist 1945–1948 Mitglied der Steiermärkischen Landesregierung. 1948 wird Josef Krainer sen. zum Landeshauptmann der Steiermark gewählt. 1952 wird er in den Ritterorden vom heiligen Grab zu Jerusalem (OESSH) aufgenommen.

Josef Krainer sen. bleibt Landeshauptmann bis zu seinem Tod im Jahre 1971.

Orte

Quellen

Krause, Peter/Reinelt, Herbert/Schmitt, Helmut (2020): Farbe tragen, Farbe bekennen. Katholische Korporierte in Widerstand und Verfolgung. Teil 2. Kuhl, Manfred (ÖVfStG, Wien) S. 179/180.

Archiv Ritterorden vom heiligen Grab zu Jerusalem (OESSH)

Josef Krainer sen.

Landeshauptmann
* 16. Februar 1903
St. Lorenzen
† 28. November 1971
Allerheiligen
Haft