Olga Kummer (geb. Stern)

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Olga Kummer
Bild: WStLA

Personalia

Geboren:

24. Juni 1919, Karlstadt

Gestorben:

24. April 1999, Wien

Beruf:

Hausfrau

Verfolgung:

Haft 12.02.1994 - 15.02.1944,
Haft 13.06.1944 - 08.05.1945

Mitgliedschaften

Österreichische Volkspartei, ÖVP Kameradschaft der politisch Verfolgten und Bekenner für Österreich

Lebenslauf

Olga Stern kommt in Karlstadt in Jugoslawien [heute: Karlovac in Kroatien] als eheliche Tochter von Hugo und Marie Stern zur Welt. Über ihre Kindheit und Jugend ist nicht erhalten geblieben.

Wahrscheinlich schon in den 1920er Jahren zieht sie nach Graz und nimmt die österreichische Staatsbürgerschaft an. Nach der Schulbildung arbeitet sie als Büroangestellte.

Am 12. März 1938 erlebt sie, wie mit dem Einmarsch der deutschen Wehrmacht, das frie und unabhängige Österreich untergeht. Um 1943 schließt sie sich der Widerstandsgruppe um den ehemaligen Chef der Leibwache von Bundeskanzler Kurt von Schuschnigg Kurt Gatnar an, der erst am 21. Dezember 1942 aus dem KZ Dachau entlassen wurde. Sie baut Kontakt zur kommunistischen Widerstandsgruppe um Bruno Rauch und Johann Schleich auf.

Am 12. Februar 1944 wird Olga Stern wegen Spionageverdachts von der Gestapo verhaftet, aber wegen Mangels an Beweisen bereits am 15. Februar 1944 entlassen. Als die Widerstandsgruppe um Kurt Gatnar von der Gestapo ausgehoben wird, erfolgt ihre abermalige Verhaftung am 13. Juni 1944. Am 12. Jänner 1945 wird sie wegen 'Vorbereitung zum Hochverrat' vom Volksgerichtshof zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt. Sie verbüßt die Strafe in verschiedenen Strafanstalten, zuletzt in Berlin-Moabit, wo sie Mitte April 1945 in das KZ Dachau deportiert werden soll. Sie schafft es am Weg dorthin bei der Ortschaft Schönwald [heute:Krásný Les in Tschechien] zu fliehen und gelangt über Karlsbad [heute: Karlovy Vary in Tschechien] nach Altsattel [heute: Staré Sedlo in Tschechien], wo sie von der US-Army am 8. Mai 1945 befreit wird.

Olga Stern kehrt in das befreite Graz zurück und tritt der neugegründeten Österreichischen Volkspartei (ÖVP) und der ÖVP-Kameradschaft der politisch Verfolgten und Bekenner für Österreich bei. 1949 heiratet sie den Bad Vöslauer Michael Kummer und wird Hausfrau. Die Ehe bleibt kinderlos. 1953 ziehen sie nach Radstadt in Oberösterreich und 1957 schließlich nach Wien. 1961 zerbricht die Ehe schließlich.

Olga Kummer verstirbt mit 79 Jahren in Wien und findet ihre letzte Ruhestädte am Friedhof in Wien-Liesing.

Orte

Wohnort:

Quellen

Wiener Stadt- und Landesarchiv (WStLA)

Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands (DÖW)

Matricula Online

www.myheritage.com

Olga Kummer

Hausfrau
* 24. Juni 1919
Karlstadt
† 24. April 1999
Wien
Haft