Regierungsrat Amtsdirektor Karl Berger

Personalia
Geboren:
Gestorben:
Beruf:
Verfolgung:
Entlassung 31.03.1939
Ehrungen:
Goldenes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich
Mitgliedschaften
Lebenslauf
Karl Berger kommt in Nabegg in Niederösterreich als ehelicher Sohn des Landwirten Franz Berger und Theresia, geborene Wimmer, zur Welt. Nach der Volksschule und der Bürgerschule besucht er zwei Klassen der Handelsschule.
Am 15. Mai 1915 wird Karl Berger in den I. Weltkrieg eingezogen und kehrt am 31. Juli 1918 heim. Am 16. Juni 1919 tritt er seinen Dienst im Post- und Telegraphenamt Wien [heute: Post] an. 1923 heiratet er Antonie Kleppatsch und wird 1927 Vater einer Tochter.
Am 12. März 1938 muss Karl Berger erleben, wie das freie und unabhängige Österreich untergeht. Karl Berger ist nicht systemkonform mit dem nationalsozialistischen Regime. Er wird am 31. März 1939 als Beamter entlassen. Die genauen Gründe hierfür sind nicht erhalten geblieben; er wurde aber jedenfalls aus politischen Gründen entlassen.
Danach arbeitet er bei einer Versicherung und wird am 5. Oktober 1944 zur Wehrmacht eingezogen, um als Kriegsversehrter am 26. April 1945 heimzukommen.
Im befreiten Österreich wird Karl Berger sofort rehabilitiert und tritt wieder seinen Dienst als Postbeamter an. Er wird Mitglied der ÖVP-Kameradschaft der politisch Verfolgten und Bekenner für Österreich.
1961 tritt er in den Ruhestand über. Er überlebt seine Ehefrau um fast acht Jahre, verstirbt im 91. Lebensjahr und findet seine letzte Ruhestätte am Friedhof in Wien-Grinzing.
Orte
Wohnort:
Quellen
Österreichisches Staatsarchiv (ÖStA)
Wiener Stadt- und Landesarchiv (WStLA)
Matricula Online
Friedhöfe Wien - Verstorbenensuche
