Dr. Karl Ernst Büchele

Personalia
Geboren:
Gestorben:
Beruf:
Verfolgung:
Haft 15.05.1938 - 25.08.1938,
Arbeitsverbot bis 01.01.1939,
Entlassung
Mitgliedschaften
Lebenslauf
Karl Ernst Büchele kommt in Doren als ehelicher Sohn des Maurermeisters Daniel Büchele und Katharina, geborene Arlt, zur Welt. Nach dem Besuch der Volksschule wechselt er auf das Gymnasium in Feldkirch, wo er 1922 in die Mittelschulverbindung Clunia Feldkirch aufgenommen wird. Nach seiner Matura wechselt er nach Graz und studiert Medizin. Er tritt 1926 der Studentenverbindung Carolina Graz bei. 1936 heiratet er Waltraud Hoffmann und hat einen Sohn und eine Tochter mit ihr.
Nach der Okkupation Österreichs durch das Dritte Reich wird er am 15. Mai 1938 verhaftet und in das Bezirksgericht Allentsteig überstellt; 10 Tage später wird er nach Wien in das Polizeigefängnis Elisabethpromenade überwiesen. Dort bleibt er 3 Monate in Haft.
Nach seiner Entlassung erhält er Praxis- und Arbeitsverbot bis 1. Jänner 1939. Als Gemeindearzt von Schwarzenau wird er Entlassung durch Zwangspensionierung und darf sich in Südböhmen niederlassen. Dann wird er als Unterarzt zur Wehrmacht eingezogen und kommt in russische Kriegsgefangenschaft, aus der ihm 1945 die Flucht in die Heimat gelingt.
Nach dem Krieg praktiziert er als Gemeindearzt in Ziersdorf in Niederösterreich. Er engagiert sich beim Österreichischen Kameradschaftsbund und beim Österreichischen Roten Kreuz. Als Arzt geht er in Pension. Er verstirbt mit 84 Jahren und findet seine letzte Ruhestätte am Friedhof in Ziersdorf.
Orte
Wohnort:
Quellen
Krause, Peter/Reinelt, Herbert/Schmitt, Helmut (2020): Farbe tragen, Farbe bekennen. Katholische Korporierte in Widerstand und Verfolgung. Teil 2. Kuhl, Manfred (ÖVfStG, Wien) S.39.
Sepp Beckmann Privat
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