Generalmajor Alexander Hübner-Marton

Personalia

Geboren:

23. Jänner 1876, Alt-Schallersdorf

Gestorben:

18. Mai 1942, Baden bei Wien

Beruf:

Soldat und Politiker

Verfolgung:

Haft 13.03.1938 - 13.09.1938

Ehrungen:

Militärverdienstkreuz III. Klasse mit KD und Schwertern

Bronzene Militärverdienstdedaille mit KD und Schwertern

Silberne Militärverdienstdedaille mit KD und Schwertern

Lebenslauf

Alexander Hübner kommt in Alt-Schallerdorf bei Znaim in Mähren [heute: Starý Šaldorf bei Znojmo in Tschechien] als ehelicher Sohn von Viktor Hübner und seiner Gattin Maria, geborene Haase, zur Welt. Nach vier Klassen Volksschule und dem Unterrealgynmnasium in Znaim, wechselt er an ein Militärobergymnasium, welches er 1895 abschließt. Danach tritt er am 18. August 1895 in die k.u.k. Armee ein.

1896 wird er zum Leutnant befördert und Lehrer an der Kadettenschule von Marburg und Pola. 1900 erfolgt seine Ernennung zum Oberleutnant und 1910 zum Hauptmann.

Mit Ausbruch des Ersten Weltkrieges nimmt Alexander Hübner, der sich nunmehr 'Hübner-Marton' nennt, an den Schlachten in Przemyśl an der russischen Front teil, wird später in das literarische Büro des Kriegsministeriums in Wien versetzt und ist ab 1917 Leiter der Redaktion des Kriegs- und Pressequartiers. In diesem Jahr erfolgt seine Ernennung zum Major. Er heiratet in weiterer Folge Emilie Karoline Terpotič; die Ehe bleibt kinderlos.

Nach der Niederlage Österreich-Ungarns, der Zerschlagung der Doppelmonarchie und der Vertreibung des Hauses Habsburg, wird er ausgemustert und ist als Journalist und Sonderberichterstatter im neuen österreichischen Bundesland Burgenland tätig. Ab 1920 engagiert er sich in der Christlichsozialen Partei (CSP). Der gläubige Katholik macht aus seiner kaisertreuen Gesinnung kein Geheimnis.

1922 wird Alexander Hübner-Marton in das neue Österreichische Bundesheer übernommen und erster Presserefernt der burgenländischen Landesregierung. 1923 erfolgen seine Ernennung zum Oberstleutnant und später im gleichen Jahr zum Oberst, da er stellvertretender Leiter der Heeresversorgungsstelle Burgenland wird. 1926 wird er Leiter der Heeresversorgungsstelle Burgenland. Mit seiner Ruhestandsversetzung 1929 wird er zum Generalmajor befördert.

Alexander Hübner-Marton wird 1932 Chefredakteur der christlichsozialen Zeitung 'Burgenländische Heimat' und tritt 1934 der Vaterländischen Front bei. 1936 wird er schließlich zum Landessekretär der Vaterländsichen Front im Burgenland ernannt. Als gläubiger Katholik und Legitimist, ist er strikter Gegner des Nationalsozialismus und bekämpft diesen auf allen Ebenen im Burgenland.

Am 12. März 1938 muss Alexander Hübner-Marton den Untergang des freien und unabhängigen Österreich mit dem Einmarsch der deutschen Wehrmacht erleben. Bereits am 13. März 1938 wird er von der Gestapo verhaftet und bis 13. September 1938 in Haft gehalten. In dieser Zeit dürfte er bereits an Magenkrebs erkrankt sein, welcher sich durch die Haftbedingungen und den Mangel an ärztlicher Hilfe stark verschlechtert.

Aus der Haft entlassen begibt sich Alexander Hübner-Marton in ärztliche Behandlung, es kann ihm jedoch nicht mehr geholfen werden. Er verstirbt am 18. Mai 1942 in Baden bei Wien an den Folgen eines Magenkrebs.

Seine Ehefrau Emilie Hübner-Marton erlebt die Befreiung Österreichs und die Wiedererrichtung der Republik im April bzw. Mai 1945 und tritt der neugegründeten Österreichischen Volkspartei (ÖVP) und der ÖVP-Kameradschaft der politisch Verfolgten und Bekenner für Österreich bei.

Orte

Wohnort:

Quellen

Wiener Stadt- und Landesarchiv (WStLA)

Österreichisches Staatsarchiv (ÖStA)

Burgenländische Freiheit - BF: Ausgabe vom 25. Jänner 1938. S. 36

Alexander Hübner-Marton

Soldat und Politiker
* 23. Jänner 1876
Alt-Schallersdorf
† 18. Mai 1942
Baden bei Wien
Haft