Oberleutnant Oberrevident Clemens Ferdinand Maria Hüffel (geb. Großman)

Personalia

Geboren:

15. März 1910, Wien

Gestorben:

13. Mai 2000, Wien

Beruf:

Soldat und Beamter

Verfolgung:

Entlassung 30.09.1938

Mitgliedschaften

Österreichische Volkspartei, ÖVP Kameradschaft der politisch Verfolgten und Bekenner für Österreich

Lebenslauf

Clemens Ferdinand Maria Großman kommt in Wien als unehelicher Sohn von Beatrix Großman und Clemens Hüffel zur Welt. Seine Mutter kommt aus jüdischem Hause und war 1895 zum katholischen Glauben konvertiert. Clemens Großman wird unmittelbar nach seiner Geburt katholisch getauft. 1915 heiratet seine Mutter Clemens Hüffel, Clemens Großman wird legitimiert und nimmt den Nachnamen seines Vaters an. Nach der Volksschule besucht Clemens Hüffel das Bundeserziehungsanstalt Wien XIII im heutigen Kommandogebäude General Körner im 14. Wiener Gemeindebezirk, wo er 1928 maturiert.

Am 1. Oktober 1928 tritt Clemens Hüffel in das Infanterieregiment Nr. 1 des österreichischen Bundesheeres ein. Am 28. Jänner 1933 erfolgt seine Beförderung zum Leutnant und am 23. Dezember 1936 zum Oberleutnant. Gleichzeitig wird er in das Fliegerregiment Nr. 1 versetzt. Politisch ist er in dieser Zeit offensichtlich nicht aktiv.

Am 12. März 1938 muss Clemens Hüffel erleben, wir mit dem Einmarsch der deutschen Wehrmacht das freie und unabhängige Österreich untergeht. Mit der Besetzung Österreichs wird die deutsche Gesetzgebung übernommen und damit auch die ‘Nürnberger Rassengesetze’, nach denen er als 'Mischling I. Grades' bzw. ‘Halbjude’ gilt. Aus diesem Grunde wird er nicht als Offizier in die Wehrmacht übernommen, sondern mit 30. September 1938 entlassen. Nachdem er in Wien keine neue Arbeitsstelle finden kann, zieht Clemens Hüffel im November 1938 nach München und arbeitet bis März 1939 als Praktikant bei der Firma Photogrammeterie GmbH. Im März 1939 wird er als technischer Angestellter dort übernommen. Am 16. August 1939 heiratet er Friederike Chaimovicz und wird in weiterer Folge Vater zweier Töchter.

In München erlebt Clemens Hüffel die Befreiung Österreichs und die Wiedererrichtung der Republik im April bzw. Mai 1945. Er kehrt aus München erst im September 1948 zurück nach Wien und tritt der neugegründeten Österreichischen Volkspartei (ÖVP) und der ÖVP-Kameradschaft der politisch Verfolgten und Bekenner für Österreich bei. Nachdem es zu diesem Zeitpunkt kein österreichisches Bundesheer gibt, tritt er am 1. Dezember 1948 in den Dienst des Bundesamtes für Eich- und Vermessungswesen (BEV). Am 1. Mai 1954 wechselt er als Beamter in das Österreichische Staatsarchiv (ÖStA).

Als Beamter tritt Clemens Hüffel in den Ruhestand und verstirbt in Wien mit 90 Jahren. Er findet seine letzte Ruhestätte in der Feuerhalle in Wien-Simmering.

Orte

Wohnort:

Quellen

Wiener Stadt- und Landesarchiv (WStLA)

Österreichisches Staatsarchiv (ÖStA)

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Clemens Hüffel

Soldat und Beamter
* 15. März 1910
Wien
† 13. Mai 2000
Wien
Entlassung