Inspektor Rosa Kammerer

Personalia
Geboren:
Gestorben:
Beruf:
Verfolgung:
Entlassung 01.04.1939
Mitgliedschaften
Lebenslauf
Rosa Kammerer kommt in Wien als uneheliches Kind von Cäcilia Kammerer zur Welt. Der Vater ist unbekannt. Sie wird streng katholisch erzogen. Nach der Schulbildung beginnt sie 1918 im Post- und Telegraphenamt am Schillerplatz im 1. Wiener Gemeindebezirk zu arbeiten und engagiert sich als christlichsoziale in der christlichen Gewerkschaft.
Die überzeugte österreichische Patriotin tritt 1934 der Vaterländischen Front bei und wird Leiterin der Vaterländischen Front an ihrer Dienststelle. Als Telephonistin hört sie illegale Nationalsozialisten ab um meldet das Gehörte weiter.
Am 12. März 1938 muss sie erleben, wie mit dem Einmarsch der deutschen Wehrmacht das freie und unabhängige Österreich untergeht. Am 1. April 1939 wird sie als 'politisch unzuverlässig' durch Zwangspensionierung entlassen. Während der Besetzung Österreichs ist es ihr unmöglich als 'politisch unzuverlässige' eine neue Arbeit zu finden, weshalb sie von einer sehr kleinen Pension leben muss.
Im April bzw. Mai 1945 erlebt Rosa Kammerer die Befreiung Österreich und die Wiedererrichtung der Republik. Bereits am 30. April 1945 wird sie rehabilitiert und wieder in den Dienst im Post- und Telegraphenamt gestellt. Sie tritt der neugegründeten Österreichischen Volkspartei (ÖVP) und der ÖVP-Kameradschaft der politisch Verfolgten und Bekenner für Österreich bei.
Als Beamtin tritt Rosa Kammerer in den Ruhestand und verstirbt mit 73 Jahren ledig und kinderlos in Pöggstall in Niederösterreich.
Orte
Wohnort:
Quellen
Wiener Stadt- und Landesarchiv (WStLA)
Österreichisches Staatsarchiv (ÖStA)
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