Hans Bader

Personalia
Geboren:
Gestorben:
Beruf:
Verfolgung:
Flucht August 1938,
Ermordet nach dem 16.10.1941
Lebenslauf
Hans Bader kommt als ehelicher Sohn des Vertreters Wilhelm Bader und Cäcilie, geborene Batscha (oder Batschka), in Wien zur Welt. Die Familie ist jüdischen Glaubens. Nach der Volksschule besucht er das Schophenhauer Realgymnasium im 18. Wiener Gemeindebezirk, wo er 1937 maturiert. Noch im gleichen Jahr inskribiert er an der Hochschule für Welthandel.
Am 12. März 1938 muss er erleben, wie das freie und unabhängige Österreich mit dem Einmarsch der deutschen Wehrmacht untergeht. Mit der Besetzung Österreichs wird die deutsche Gesetzgebung übernommen und damit auch die ‚Nürnberger Rassengesetze‘, nach denen Hans Bader als ‚Volljude‘ gilt. Am 29. März 1938 wird verfügt, dass bei der Inskription eidesstattlich zu erklären sei, dass man kein Jude ist, bzw. dass jüdische Studentinnen und Studenten nicht mehr inskribieren dürften. Bereits vorgenommene Inskriptionen werden aufgehoben.
Jüdische Studentinnen und Studenten werden auch nicht mehr zu Abschlussprüfungen und Promotionen zugelassen.
Hans Bader muss sein Studium aufgeben und flüchtet im August 1938 nach Prag. Mit der Okkupation der Rest-Tschechoslowakei im März 1939 durch das Dritte Reich gerät er abermals unter deutsche Herrschaft. Vergeblich versucht er nach Peru zu emigrieren.
Hans Bader wird am 16. Oktober 1941 zusammen mit 999 weiteren Personen in das Ghetto Litzmannstadt [heute: Łódź in Polen] deportiert, wo er nach dem 16. Oktober 1941 ermordet wird.
Quellen
Koll, Johannes: Gedenkbuch der Wirtschaftsuniversität Wien unter www.gedenkbuch.wu.ac.at/Persons/detail/hans-bader
