Georg Klein

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Georg Klein
Bild: DÖW

Personalia

Geboren:

1. Februar 1897, Wien

Gestorben:

1. Juli 1952, Wien

Beruf:

Bäckergehilfe

Verfolgung:

Haft 30.12.1939 - 30.12.1940

Mitgliedschaften

Sozialdemokratische Partei Österreichs

Lebenslauf

Georg Klein kommt in Wien als eheliche Sohn des Bäckergehilfen Karl Klein und seiner Gattin Anna, geborene Kopecky, zur Welt. Nach der Schulbildung wird er, wie sein Vater, Bäckergehilfe.

Nach der Niederlage Österreich-Ungarns, der Zerschlagung der Doppelmonarchie und der Vertreibung des Hauses Habsburg engagiert sich Georg Klein in der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei (SDAP) [heute: Sozialdemokratische Partei Österreich (SPÖ)] und in deren paramilitärischer Kampftruppe, dem Republikanischen Schutzbund.

Beruflich arbeitet Georg Klein in der Bäckerei Wilhelm Hofbauer, in der St. Veitgasse 14 im 13. Wiener Gemeindebezirk. Unter anderem liefert er Bäckerei an die gläubige Katholikin und patriotische Österreicherin Franziska Hortsch.

Am 12. März 1938 erlebt Georg Klein wie mit dem Einmarsch der deutschen Wehrmacht das freie und unabhängige Österreich untergeht. Ein gewisser Viktor Swoboda arbeitet bei der Internationalen Schlafwagengesellschaft und ist beruflich oftmals in Paris. Wenn er in Wien ist, kann er Quartier bei Helene Bunzmann, einer Freundin von Franziska Hortsch, beziehen. Aus Paris nimmt er laufend die dort erscheinende Emigrantenzeitschrift ‘Österreichische Post’, schweizerische Zeitungen wie die ‘Basler Rundschau’ und die ‘Zürcher Zeitung’ sowie Flugblätter legitimistischen Inhalts mit. Ebenso nimmt er das Werk ‘Der Griff nach Österreich’ mit, welches als Exilliteratur in Paris erschient und im Dritten Reich verboten ist.

Gemeinsam mit seinen Bekannten Franziska Hortsch, Helene Bunzmann, Eva Friedländer und Charlotte Adlitzer verteilt Georg Klein ab März 1939 die erhaltenen Schriften und Literatur an Bekannte. Darüber hinaus diskutiert er oftmals mit Helene Bunzmann über die erhoffte baldige Unabhängigkeit Österreichs und Rückkehr Otto von Habsburgs in sein Heimatland.

Die Aktivitäten der Gruppe bleiben von der Gestapo nicht unbemerkt und Georg Klein wird am 30. Dezember 1939 von der Gestapo verhaftet. In einem Prozess vor dem Sondergericht am 5. August 1940 wird er wegen 'Heimtücke' zu einem Jahr Haft verurteilt. Er wird am 30. Dezember 1940 entlassen. Danach ist er wieder als Bäckergehilfe tätig.

In Wien erlebt Georg Klein die Befreiung Österreichs und die Wiedererrichtung der Republik im April bzw. Mai 1945. Auch nach der Befreiung Österreichs arbeitet er in der Bäckerei weiter und geht schließlich in Pension.

Georg Klein verstirbt mit 55 Jahren in Wien und findet seine letzte Ruhestätte am Wiener Zentralfriedhof.

Orte

Wohnort:

Quellen

Wiener Stadt- und Landesarchiv (WStLA)

Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands (DÖW)

Matricula Online

Friedhöfe Wien - Verstorbenensuche

Georg Klein

Bäckergehilfe
* 1. Februar 1897
Wien
† 1. Juli 1952
Wien
Haft