Ing. Eduard Heinrich Ille
Personalia
Geboren:
Gestorben:
Beruf:
Verfolgung:
Haft 25.03.1938 - 02.08.1938,
Entlassung 18.06.1938
Mitgliedschaften
Lebenslauf
Eduard Heinrich Ille kommt in Wien als ehelicher Sohn des Bahnbediensteten Eduard Ille und seiner Gattin Hedwig, geborene Schauhuber, zur Welt. Über seine Kindheit und Jugend ist nichts erhalten geblieben. Jedenfalls dürfte er an einer höheren technischen Lehranstalt maturiert haben. 1932 heiratet er die Schneiderin Adele Gebauer. Ab 18. November 1934 ist er arbeitslos.
Eduard Ille tritt 1935 der Vaterländischen Front in Hernals, dem 17. Wiener Gemeindebezirk, bei und wird Leiter des Informationsdienstes der Bezirksstelle Hernals. In dieser Funktion tritt er entschieden für die Unabhängigkeit Österreichs und gegen den Nationalsozialismus auf. Am 20. März 1937 findet er Arbeit bei der Wiener Straßenbahn.
Am 12. März 1938 muss Eduard Ille erleben, wie mit dem Einmarsch der deutschen Wehrmacht das freie und unabhängige Österreich untergeht. Aufgrund seiner anti-nationalsozialistischen Tätigkeit wird er am 25. März 1938 von der Gestapo verhaftet und ist bis 2. August 1938 in Haft. Seine Entlassung als Beamter der Gemeinde Wien erfolgte bereits am 18. Juni 1938. Wahrscheinlich wird er später zur Wehrmacht eingezogen.
Im April bzw. Mai 1945 erlebt Edmund Ille die Befreiung Österreichs und die Wiedererrichtung der Republik. Er tritt der neugegründeten Österreichischen Volkspartei (ÖVP) und der ÖVP-Kameradschaft der politisch Verfolgten und Bekenner für Österreich bei. Beruflich arbeitet er als Bauleiter in Wien.
Als Bauleiter geht Eduard Ille in Pension und verstirbt mit 71 Jahren in Wien. Er findet seine letzte Ruhestätte am Friedhof in Wien-Hernals.
Orte
Wohnort:
Quellen
Wiener Stadt- und Landesarchiv (WStLA)
Matricula Online
Friedhöfe Wien - Verstorbenensuche
