Theodor Franz Szigeti

Personalia
Geboren:
Gestorben:
Beruf:
Verfolgung:
Haft 13.03.1938 - 02.04.1938,
KZ Dachau 02.04.1938 - 13.03.1939
KZ-Nummer:
Mitgliedschaften
Lebenslauf
Theodor Franz Szigeti kommt in Wien als unehelicher Sohn des Taglöhners Matthias Szigeti und Philomena Kašperak zur Welt. Nach der Geburt legitimiert Matthias Szigeti seinen Sohn, weshalb dieser gleich seinen Nachnamen trägt. 1902 heiratet Matthias Szigeti schließlich Philomena Kašperak. Nach der Schulbildung erlernt Theodor Szigeti den Beruf des Elektromonteurs und heiratet 1924.
In den 1920ern dürfte Theodor Szigeti zur Kommunistischen Partei Österreichs (KPÖ) gestoßen sein. Jedenfalls Jedenfalls nimmt er am sozialistischen Februaraufstand 1934 teil und wird am 12. Februar 1934 verhaftet. Am 11. Mai 1934 wird er in das Anhaltelager Wöllersdorf überstellt, wo er am 13. November 1934 wieder entlassen wird. Nach seiner Haftentlassung engagiert er sich abermals illegal für die Kommunistische Partei Österreichs (KPÖ), weshalb er am 6. Februar 1935 für 10 Tage verhaftet wird. Nach dieser Haftentlassung baut er mit weiteren Mitglieder der KPÖ in Floridsdorf den 'Autonomen Schutzbund', einen kommunistischen Kampfverband, auf, wird Kommandant dieser Brigade und wirbt aktiv Mitglieder. Seine Aktivitäten bleiben nicht unbemerkt und er wird am 6. Oktober 1936 verhaftet. Bei der Hausdurchsuchung wird Propagandamaterial der KPÖ gefunden. Am 4. Februar 1937 wird er wieder in das Anhaltelager Wöllersdorf überstellt. Am 26. Juli 1937 verurteilt ihn ein Gericht wegen illegaler Betätigung für die KPÖ und dem Aufbau und der Führung des Autonomen Schutzbunds zu acht Monaten Gefängnis. Er wird wieder in ein Gefängnis in Wien überstellt und am 4. Oktober 1937 aus der Haft entlassen.
Am 12. März 1938 erlebt Theodor Szigeti wie mit dem Einmarsch der deutschen Wehrmacht das freie und unabhängige Österreich untergeht. Bereits am 13. März 1938 wird er von der Gestapo verhaftet und am 2. April 1938 mit dem sogenannten 'Prominententransport' in das KZ Dachau deportiert. Dort wird er am 13. März 1939 entlassen. Er wird nicht zur Wehrmacht eingezogen und arbeitet in Wien wieder als Elektromonteur.
In Wien erlebt Theodor Szigeti die Befreiung Österreichs und die Wiedererrichtung der Republik im April bzw. Mai 1945. Er tritt nach der Befreiung abermals der Kommunistischen Partei Österreichs (KPÖ) und dem KZ-Verband - Bundesverband österreichischer AntifaschistInnen, WiderstandskämpferInnen und Opfer des Faschismus bei.
In Wien geht Theodor Szigeti in Pension und verstirbt mit 83 Jahren ebendort. Er findet seine letzte Ruhestätte am Friedhof in Wien-Aspern.
Quellen
Wiener Stadt- und Landesarchiv (WStLA)
Dokuemtationsarchiv des österreichischen Widerstands (DÖW)
ANNO - Historische Zeitungen und Zeitschriften: Kleine Volkszeitung vom 27. Juli 1937. Nr. 205, S. 14
Matricula Online
Friedhöfe Wien - Verstorbenensuche
