Maria Esther Kwapniewski (geb. Feldschreiber)
Personalia
Geboren:
Gestorben:
Beruf:
Verfolgung:
KZ Theresienstadt 28.04.1944 - 08.05.1945
Mitgliedschaften
Lebenslauf
Maria Esther Feldschreiber kommt in Wiśnicz in Galizien [heute: Nowy Wiśnicz in Polen] als eheliche Tochter von Moses und Sussel Feldschreiber. Die Familie ist jüdischen Glaubens.
Nach ihrer Schulbildung zieht sie nach Wien, konvertiert 1895 zum katholischen Glauben und heiratet im gleichen Jahr den Bildhauer Ladislaus Alfred Kwapniewski. Sie wird in weiterer Folge Mutter einer Tochter.
In Wien erlebt Maria Kwapniewski die Niederlage Österreich-Ungarns, die Zerschlagung der Doppelmonarchie und die Vertreibung des Hauses Habsburg. 1931 verstirbt ihr Ehemann.
Am 12. März 1938 erlebt Maria Kwapniewski wie mit dem Einmarsch der deutschen Wehrmacht, das freie und unabhängige Österreich untergeht. Mit der Besetzung Österreichs wird die deutsche Gesetzgebung übernommen und damit auch die ‘Nürnberger Rassengesetze’, nach denen sie als 'Volljüdin’ gilt. Mit der nationalsozialistischen Verordnung über die Kennzeichnung der Juden vom 15. September 1941 muss sie den gelben 'Judenstern' tragen. Am 28. April 1944 wird Maria Kwapniewski in das KZ Theresienstadt deportiert. Dort wird sie am 8. Mai 1945 von der Roten Armee befreit.
Maria Kwapniewski kehrt nach Wien in das befreite Österreich zurück und tritt der neugegründeten Österreichischen Volkspartei (ÖVP) und der ÖVP-Kameradschaft der politisch Verfolgten und Bekenner für Österreich bei. Sie verstirbt mit 106 Jahren in Wien und findet ihre letzte Ruhestätte am Wiener Zentralfriedhof.
Quellen
Wiener Stadt- und Landesarchiv (WStLA)
Arolsen Archives
Matricula Online
Friedhöfe Wien - Verstorbenensuche
