Josef Knosp

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Josef Knosp
Bild: www.parlament.gv.at

Personalia

Geboren:

15. März 1891, Elixhausen

Gestorben:

31. Jänner 1953, Wien

Beruf:

Beamter und Politiker

Verfolgung:

Haft 28.05.1938 - 15.07.1938,
Entlassung 01.01.1939

Ehrungen:

Goldenes Verdienstzeichen der Republik Österreich

Mitgliedschaften

Österreichische Volkspartei, ÖVP Kameradschaft der politisch Verfolgten und Bekenner für Österreich

Lebenslauf

Josef Knosp kommt in Elixhausen in Salzburg als ehelicher Sohn der Landwirte Medardus Knosp und seiner Gattin Maria, geborene Huber, zur Welt. Nach der Volksschule arbeitet er ab 1912 zuerst als Fabrikarbeiter und leistet noch im gleichen Jahr bis 1914 seinen Militärdienst ab. Mit Ausbruch des I. Weltkrieges wird er eingezogen. 1917 heiratet er Maria Niederegger und wird in weiterer Folge Vater dreier Töchter. Er gerät in Kriegsgefangenschaft und kehrt aus dieser erst 1919 heim.

In der Kriegsgefangenschaft erlebt Josef Knosp die Niederlage Österreich-Ungarns, die Zerschlagung der Doppelmonarchie und die Vertreibung des Hauses Habsburg. Nach seiner Heimkehr 1919 tritt er als Verschieber in den Dienst der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) und engagiert sich in der Christlichen Gewerkschaft und der Christlich-Sozialen Partei (CSP). Im gleichen Jahr wird er Abgeordneter zum Salzburger Landtag.

Von 1928 bis 1931 und von 1933 bis 1938 ist Josef Knosp Vorsitzender der Salzburger Landeskommission Christlicher Gewerkschaften und ist zudem Obmann der Christlichen Eisenbahnergewerkschaft. 1930 wird er in den Nationalrat gewählt und als Beamter aufgrund seines politischen Engagements dienstfrei gestellt. Zwischen 1932 und 1934 fungiert er als Präsident des Salzburger Landtags und zwischen 1933 und 1936 als Landesleiter der Wehrorganisatione 'Freiheitsbund'. 1934 wird er Mitglied der Vaterländischen Front und Mitglied des Ständischen Salzburger Landtags sowie dessen Präsident und 1934 kurzfristig Landesrat in der Salzburger Landesregierung.

Als Mandatar und Mitglied der Vaterländischen Front tritt Josef Knosp vehement gegen den Nationalsozialismus auf. Am 12. März 1938 muss er erleben, wie mit dem Einmarsch der deutschen Wehrmacht das freie und unabhängige Österreich untergeht. Am 28. Mai 1938 wird er von der Gestapo verhaftet und ist bis 15. Juli 1938 in Schutzhaft. Mit 1. Jänner 1939 wird er durch Zwangspensionierung entlassen.

In Wien erlebt Josef Knosp die Befreiung Österreichs und die Wiedererrichtung der Republik im April bzw. Mai 1945. Er tritt der neugegründeten Österreichischen Volkspartei (ÖVP), dem Österreichischen Arbeiter- und Angestelltenbund (ÖAAB) und der ÖVP-Kameradschaft der politisch Verfolgten und Bekenner für Österreich bei. Beruflich wird er rehabilitiert, tritt wieder in den Dienst der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) und engagiert sich in der Gewerkschaft der Eisenbahner.

1949 heiratet Josef Knosp Anna Zinner. Er verstirbt mit 61 in Jahren in Wien.

Orte

Wohnort:

Quellen

Wiener Stadt- und Landesarchiv (WStLA)

Archiv der ÖVP-Kameradschaft der politisch Verfolgten und Bekenner für Österreich

Matricula Online

Parlament unter www.parlament.gv.at/person/853

Wikipedia unter de.wikipedia.org/wiki/Josef_Knosp

Josef Knosp

Beamter und Politiker
* 15. März 1891
Elixhausen
† 31. Jänner 1953
Wien
Entlassung, Haft