Johann Karl Leopold (Hans) Kremar

Personalia

Geboren:

11. Februar 1899, Wien

Gestorben:

8. April 1965, Wien

Beruf:

Angestellter

Verfolgung:

Haft 12.03.1938 - 02.04.1938,
KZ Dachau 02.04.1938 - 13.03.1939

KZ-Nummer:

13843

Mitgliedschaften

Österreichische Volkspartei, ÖVP Kameradschaft der politisch Verfolgten und Bekenner für Österreich

Lebenslauf

Johann Karl Leopold Kremar, genannt 'Hans' kommt in Wien als ehelicher Sohn des Bankangestellten Johann Franz Kremar und seiner Gattin Katharina, geborene Führer, zur Welt. Über seine Kindheit und Jugend ist nichts erhalten geblieben. Nach seiner Schulbildung arbeitet er als Angestellter in der Privatwirtschaft.

Am 4. September 1932 heiratet Hans Kramar Anna Taubinger. 1934 tritt er der Vaterländischen Front bei und wird Bezirksobmann der Partei im 7. Wiener Gemeindebezirk. Als solcher kämpft der überzeugte österreichische Patriot mit allen Mitteln gegen den Nationalsozialismus.

Am 12. März 1938 erlebt Hans Kremar wie mit dem Einmarsch der deutschen Wehrmacht das freie und unabhängige Österreich untergeht. Noch am Tag der Besetzung Österreichs wir er von der Gestapo verhaftet und am 2. April 1938 mit dem sogenannten 'Prominententransport' in das KZ Dachau deportiert. Dort wird er am 13. März 1939 entlassen und kehrt zurück nach Wien. Er findet Arbeit bei der Firma Sebastian Leissner im 3. Wiener Gemeindebezirk.

In Wien erlebt Hans Kemar die Befreiung Österreichs und die Wiedererrichtung der Republik im April bzw. Mai 1945. Er tritt der neugegründeten Österreichischen Volkspartei (ÖVP) und der ÖVP-Kameradschaft der politisch Verfolgten und Bekenner für Österreich bei und findet Arbeit als Sekretär bei der 'Versicherungsanstalt der österreichischen Bundesländer - Bundesländer-Versicherung' [heute: UNIQA Group], wo er bis zum Prokuristen aufsteigt.

Karteikarte von Hans Kremar des KZ Dachau
Karteikarte von Hans Kremar des KZ Dachau
Bild: Arolsen Archives

Nachdem seine Ehefrau Anna Kremar 1950 verstirbt, heiratet Hans Kremar 1954 Johanna Putschögl. Er verstirbt mit 66 Jahren in Wien und findet seine letzte Ruhestätte am Friedhof in Wien-Mauer.

Orte

Wohnort:

Verfolgung:

KZ Dachau (Deutschland)

Quellen

Wiener Stadt- und Landearchiv (WStLA)

Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands (DÖW)

Arolsen Archives

Matricula Online

Friedhöfe Wien - Verstorbenensuche

Johann Kremar

Angestellter
* 11. Februar 1899
Wien
† 8. April 1965
Wien
Haft, KZ Dachau