Karl Kaupert

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Karl Kaupert
Bild: DÖW

Personalia

Geboren:

2. Mai 1910, Wien

Gestorben:

9. November 1946, Wien

Beruf:

Gemeindebediensteter

Verfolgung:

Haft 20.04.1942 - 08.05.1945

Mitgliedschaften

Sozialdemokratische Partei Österreichs, Kommunistische Partei Österreichs

Lebenslauf

Karl Kaupert kommt in Wien als uneheliches Kind der Magd Aloisia Kaupert geboren. Nach der Volks- und Bürgerschule besucht er die Fortbildungsschule und erlernt den Bäckerberuf. Danach arbeitet er als Bäckergehilfe.

Von 1929 bis 1930 ist er Mitglied des sozialdemokratischen Vereins 'Die Naturfreunde' und von 1933 bis 1934 Mitglied der Sozialdemokratischen Arbeiterjugend der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei (SDAP). Danach ist er politisch nicht mehr aktiv.

Am 12. März 1938 erlebt Karl Kaupert, wie mit dem Einmarsch der deutschen Wehrmacht, das freie und unabhängige Österreich Untergeht. 1939 tritt er der Bergwacht bei. Im Frühjahr 1940 lernt er in der Kletterschule bei Giesshübl Leopold Kozel kennen und macht in weiterer Folge mit ihm mehrere Ausflüge. Im Rahmen dieser Ausflüge wirbt ihn dieser für den Kommunistischen Jugendverband Österreichs (KJVÖ). In weiterer Folge wirbt er Franz Langer, Johann Stauss, Andreas Vock, Hans Goisauf, Alfred Köhler und Felix Imre für den Kommunistischen Jugendverband Österreichs (KJVÖ. Die ns-kritische Gruppe unternimmt gemeinsame Ausflüge und sammelt Mitgliedsbeiträge.

Die Aktivitäten des Kommunistischen Jugendverbandes Österreichs (KJVÖ) bleiben nicht unentdeckt und werden von der Gestapo aufgedeckt. Karl Kaupert wird am 20. April 1942 von der Gestapo verhaftet. In einem Prozess vor dem Oberlandesgericht Wien wird er am 17. September 1943 zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt. Er verbüßt die Haft im Gefängnis Stein an der Donau.

In Stein an der Donau erlebt Karl Kaupert die Befreiung Österreichs und die Wiedererrichtung der Republik im April bzw. Mai 1945. Er tritt der Kommunistischen Partei Österreichs (KPÖ) bei, heiratet am 17. Juli 1945 die Widerstandskämperin Magdalena Stojka, die ein Kind in die Ehe mitbringt und beginnt bei der Gemeinde Wien zu arbeiten.

In einem schwer septischen Zustand, nach einer Oberschenkelfraktur, wird Karl Kaupert Ende Oktober 1946 in das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder eingeliefert. Sein haftbedingter schlechter gesundheitlicher Allgemeinzustand wirkt sich ebenfalls auf die Entzündung kritisch aus. Nach einer Oberschenkel-Amputation erstirbt er am 9. November 1946 mit 36 Jahren. Er findet seine letzte Ruhestätte am Wiener Zentralfriedhof.

Orte

Wohnort:

Quellen

Wiener Stadt- und Landearchiv (WStLA)

Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands (DÖW)

Matricula Online

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Karl Kaupert

Gemeindebediensteter
* 2. Mai 1910
Wien
† 9. November 1946
Wien
Haft