Hofrat Dkfm. Heinrich Pawlik

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Heinrich Pawlik
Bild: ÖVfStG

Personalia

Geboren:

1. August 1908, Wien

Gestorben:

26. April 1984, Wien

Beruf:

Beamter

Verfolgung:

Haft 15.03.1938 - 16.06.1938,
Entlassung 1938

Ehrungen:

Ehrensenator der Wirtschaftsuniversität Wien

Mitgliedschaften

K.Ö.H.V. Carolina Graz, K.Ö.H.V. Pannonia Wien, K.a.V. Bajuvaria Wien, K.Ö.St.V. Bavaria Wien, K.Ö.St.V. Frankonia Wien, K.Ö.St.V. Kuenring Krems, K.Ö.St.V. Kreuzenstein Wien, K.Ö.St.V. Vindobona I Wien, K.Ö.St.V. Gral Wien, K.Ö.L. Maximiliana Wien, K.Ö.L. Starhemberg Wien, Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem - Statthalterei Österreich

Lebenslauf

Heinrich Pawlik gründet als Mittelschüler am 13. März 1926 die Mittelschulverbindung Gral Wien und wird am 1927 bei der Mittelschulverbindung Ottonia, die später in ihrer Mutterverbindung Vindobona I aufgeht, Mitglied.

Nach der Matura inskribiert Heinrich Pawlik im Herbst 1927 an der Hochschule für Welthandel und wird im gleichen Jahr bei der Studentenverbindung Bajuvaria aufgenommen. 1931 wird er zum Dkfm. graduiert und tritt nach einem längeren Aufenthalt in England und anschließender Praxis in der Privatindustrie 1933 in den NÖ Landesdienst ein. Bereits 1934 übersiedelt er in die Generaldirektion der Österreichischen Tabakregie, der von nun an sein ganzes berufliches Schaffen gilt.

Am 12. März 1938 erlebt Heinrich Pawlik wie mit dem Einmarsch der deutschen Wehrmacht das freie und unabhängige Österreich untergeht. Er wird 1938 sofort außer Dienst gestellt und von den neuen Machthabern bereits am 15. März 1938 verhaftet. Am 16. Juni 1938 wird er aus der Haft entlassen. Seine Einberufung zur Wehrmacht erfolgt 1940, wo er in russische Kriegsgefangenschaft kommt.

In russischer Kriegsgefangenschaft erlebt Heinrich Pawlik die Befreiung Österreichs und die Wiedererrichtung der Republik. Er kehrt erst im Oktober 1945 aus russischer Kriegsgefangenschaft wieder in die Heimat zurück. Sofort wird er rehabilitiert und tritt er wieder in die Dienste der Tabakregie, wo er 1948 zum Prokuristen der Austria Tabakwerke bestellt und 1954 zum Hofrat ernannt wird. 1955 wird er in den Ritterorden vom heiligen Grab zu Jerusalem (OESSH) aufgenommen.

Als Beamter geht Heinrich Pawlik in den Ruhestand und verstirbt mit 75 Jahren in Wien. Er findet seine letzte Ruhestätte am Friedhof in Wien-Hietzing.

Orte

Wohnort:

Quellen

Fritz, Herbert/Krause, Peter (2013): Farbe tragen, Farbe bekennen 1938–45. Katholisch Korporierte in Widerstand und Verfolgung. (ÖVfStg, 2013) S. 455.

Archiv Ritterorden vom heiligen Grab zu Jerusalem (OESSH)

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Heinrich Pawlik

Beamter
* 1. August 1908
Wien
† 26. April 1984
Wien
Entlassung, Haft