Kriminal-Bezirks­inspektor Wilhelm Ackermann

Photo von Wilhelm Ackermann
Wilhelm Ackermann
Bild: Joachim Steinlechner, BMI

Personalia

Geboren:

14. Oktober 1898, Bürmoos

Gestorben:

6. Mai 1940, KZ Buchenwald

Beruf:

Polizeibeamter

Verfolgung:

Haft 11.03.1938 - 02.04.1938,
KZ Dachau 02.04.1938 - 27.09.1938,
KZ Buchenwald 27.09.1938 - 06.05.1940,
Ermordet am 06.05.1940

KZ-Nummer:

13748, 2451

Lebenslauf

Wilhelm Ackermann kommt in Bürmoos in Salzburg als ehelicher Sohn des Betriebsleiters Otto Ackermann und seiner Gattin Josefa, geborene Kraupatz, zur Welt. Er ist zu jung für die Teilnahme am I. Weltkrieg.

Nach der Schulbildung tritt Wilhelm Ackermann als provisorischer Wachmann in den Dienst der städtischen Sicherheitswache in Salzburg ein. Am 16. August 1930 heiratet er Maria Ziegltrum, die Ehe wird 1937 kinderlos geschieden. Am 1. Jänner 1931 wird er zum Kriminal-Rayonsinspektor ernannt. Mit dem Aufkommen des Nationalsozialismus ist er mit der Bekämpfung illegaler Nationalsozialisten befasst. Diese werden von ihm Konsequent verfolgt.

Noch in der Nacht des Einmarsches der deutschen Wehrmacht und dem damit verbundenen Untergang des freien und unabhängigen Österreich von 11. März 1938 auf den 12. März 1938 wird Wilhelm Ackermann von der Gestapo verhaftet und am 2. April 1938 von Salzburg in das KZ Dachau deportiert. Er erreicht das Konzentrationslager am gleichen Tag, als der sogenannte 'Prominententransport', der erste Transport aus Wien, das Lager erreicht. Formal wird er am 2. Jänner 1939 aus dem öffentlichen Dienst entlassen.

Mit dem Überfall des Dritten Reiches auf Polen und dem damit verbundenen Ausbruch des Zweiten Weltkrieges muss das KZ Dachau kurzfristig für die SS geräumt werden, weshalb Wilhelm Ackermann am 27. September 1939 in das KZ Buchenwald überstellt wird. Dort wird er am 6. Mai 1940 um 16:00 Uhr ermordet. Als offizielle Ursache wird 'Herzschwäche bei Ruhr' angegeben.

Photo der Karteikarte aus dem KZ Dachau von Wilhelm Ackermann
Karteikarte aus dem KZ Dachau von Wilhelm Ackermann (Die Adresse ist falsch geschrieben.)
Bild: Arolsen Archives

Wilhelm Ackermann wird im Jahre 1948 vom Bundesminister für Inneres Oskar Helmer, post mortem gem. § 4 BÜG rehabilitiert und rückwirkend mit 6. Mai 1940 zum Kriminal-Bezirksinspektor befördert.

Orte

Wohnort:

Verfolgung:

KZ Dachau (Deutschland)

Sterbeort:

KZ Buchenwald (Weimar, Deutschland)

Quellen

Joachim Steinlechner, Bundesministerium für Inneres (BMI)

Arolsen Archives

Matricula Online

Wilhelm Ackermann

Polizeibeamter
* 14. Oktober 1898
Bürmoos
† 6. Mai 1940
KZ Buchenwald
Haft, KZ Buchenwald, KZ Dachau, Ermordet