DI Rudolf Alois Kloss

Personalia
Geboren:
Gestorben:
Beruf:
Verfolgung:
Haft 11.03.1938 - 02.04.1938,
KZ Dachau 02.04.1938 - 13.03.1939,
Entlassung 29.11.1938
KZ-Nummer:
Mitgliedschaften
Lebenslauf
Rudolf Kloss kommt in Wien als ehelicher Sohn des Oberkellners Wilhelm Kloss und Wilhelmine, geborene Grill, zur Welt. Nach der Matura an einer Realschule in Wien studiert er an der Technischen Hochschule in Wien [heute: Technische Universität Wien] Hochbau. 1920 wird er bei der Studentenverbindung Amelungia aufgenommen. Nach der Graduierung zum Diplomingenieur 1928 tritt er zunächst in den NÖ-Landesdienst und wechselt 1933 in den Bundesdienst und wird im Handelsministerium 1934 zum Regierungsbaukommissär ernannt. 1929 heiratet er Johanna Eppel. In den 20er Jahren organisiert er im Rahmen der 'Akademischen Pilgerschaft' mehrere Wallfahrten nach Rom. Neben seinem Beruf ist er 1933–1938 Generalsekretär des 'Neuen Lebens', der Wohlfahrtseinrichtung der Vaterländischen Front.
Noch in der Nacht der Besetzung Österreichs durch die deutsche Wehrmacht vom 11. März 1938 auf den 12. März 1938 wird Rudolf Kloss verhaftet und außer Dienst gestellt. Er wird mit dem ersten Transport, dem sogenannten 'Prominententransport', am 2. April 1938 in das KZ Dachau deportiert, wo er bis zum 13. März 1939 in Haft bleiben muss. Bereits am 29. November 1938 wird er entlassen. Nach der Enthaftung findet er zunächst eine Beschäftigung im Heeresbauamt und später dann als Zivilingenieur.
Nach der Befreiung Österreichs und der Wiedererrichtung der Republik im April bzw. Mai 1945 wird er beruflich rehabilitiert und ist als Sektionschef der Sektion Hoch- und Tiefbau im Ministerium für Handel und Wiederaufbau maßgeblich am Wiederaufbau Österreichs beteiligt – und hier auch an der Schaffung des Wasserwirtschafts- und des Wohnhauswiederaufbaufonds.
Als Beamter geht er in den Ruhestand und verstirbt im Alter von 80 Jahren kinderlos in Wien.
Quellen
Krause, Peter/Reinelt, Herbert/Schmitt, Helmut (2020): Farbe tragen, Farbe bekennen. Katholische Korporierte in Widerstand und Verfolgung. Teil 2. Kuhl, Manfred (ÖVfStG, Wien) S. 164.
Wiener Stadt- und Landesarchiv (WStLA)
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