Ministerialrat Dr. Viktor Alois Kolassa

Personalia
Born:
Died:
Profession:
Persecution:
Imprisonment 02.11.1938 - 30.03.1939,
Imprisonment 23.08.1944 - 06.10.1944
Memberships
Curriculum Vitae
Born in Gleiwitz, Viktor Kolassa went to Vienna to study law after graduating from high school and became a member of the student fraternity Nordgau Wien in 1900. In 1926, he was appointed chairman of the academics section of the Gewerkschaft Christlicher Angestellter im öffentlichen Dienst. 1929-1934 he is the last General Secretary of the Christian Social Party. In 1930 he was elected Second President of the Vienna Provincial Parliament. With the mandate of the CSP, he was a member of the National Council from 1932-1934.
After the Anschluss, he was briefly arrested twice in March 1938 and then remanded in custody from November 2, 1938 to March 30, 1939. After the failed assassination attempt on Adolf Hitler on July 20, 1944, he was again imprisoned in the Elisabethpromenade police prison
Dr. Viktor Kolassa […] stellt das Prototyp des Gegner des Nationalsozialismus dar.
Er stand der Bewegung durchaus ablehnend gegenüber und war des Hasses jedes Nationalsozialisten aus innerer Überzeugung heraus; ein Systemmann von reinsten Wasser und dem System Dollfuss-Schuschnigg absolut ergeben.
K. gehörte dem Wiener Landtag, bezw. dem Nationalrat als Mitglied an und war Präsident des schwarzen Beamtenbundes. […]
Der Genannte trat jederzeit für ein "unabhängiges, freies und christliches Österreich" ein, verfasste in diesem Sinne mehrere Artikel und Aufrufe und hat zweifellos als Präsident des schwarzen Beamtenbundes bei jeder Massnahme gegen nationalsozialistische Beamten seine Zustimmung gegeben und dadurch bei der Verfolgung dieser Beamten aktiven Anteil gehabt. Dadurch hat er das Recht verwirkt, vom nationalsozialistischen Staat irgendein Entgegenkommen zu erwarten.
Kolassa ist unwiderruflich abzulehnen. und auch der mindesten Berücksichtigung unwert. Es hiesse den Gegnern des Nationalsozialismus einen Dienst zu erweisen und das Ansehen der NSDAP herabsetzen, wenn man Kolassa auch nur im geringsten Masse fördern würde.
Am 12. März 1938 erlebt Viktor Kolassa, wie mit dem Einmarsch der deutschen Wehrmacht, das freie und unabhängige Österreich untergeht. Am 17. März 1938 wird er von den nationalsozialistischen Besetzer für vier Tage eingesperrt.
Nach dem Anschluss wird er zweimal im März 1938 kurz verhaftet und dann vom 2.11.1938 bis 30.3.1939 in Untersuchungshaft genommen. Nach dem missglückten Attentat auf Adolf Hitler vom 20. Juli 1944 wird er im Zuge einer anschließenden Verhaftungsaktion neuerlich vom 23.8. bis 6.10.1944 im Polizeigefängnis Elisabethpromenade inhaftiert.
Places
Residence:
Citations
- Fritz, Herbert/Krause, Peter (2013): Farbe tragen, Farbe bekennen 1938–45. Katholische Korporierte in Widerstand und Verfolgung. (ÖVfStG, 2013), p. 376.
Wiener Stadt- und Landesarchiv (WStLA)
Österreichisches Staatsarchiv (ÖStA)
Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands (DÖW)
Archiv der Universität Wien
Biolex des ÖCV unter oecv.at/Mitglied/Detail/12603532
