Rudolf Adolf Johann Steinberg
Données personnelles
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Curriculum Vitae
Rudolf Adolf Johann Steinberg kommt in Wien als ehelicher Sohn des städtischen Maschinisten im Schlachthaus Rudolf Steinberg und seiner Gattin Leopoldine, geborene Knapp, zur Welt. Über seine Kindheit und Jugend ist nichts erhalten geblieben. Nach der Pflichtschule wird er 1914 Chauffeur.
Am 10. April 1923 heiratet Rudolf Steinberg Anna Halper und wird in weiterer Folge Vater dreier Töchter. In wiefern Rudolf Steinberg in den 1920er und 1930er Jahren politisch aktiv war, lässt sich heute nicht mehr ermitteln. Jedenfalls dürfte er in Gegnerschaft zum Nationalsozialismus gestanden sein.
Am 12. März 1938 erlebt Rudolf Steinberg, wie mit dem Einmarsch der deutschen Wehrmacht, das freie und unabhängige Österreich untergeht. Wahrscheinlich im September 1939 wird er zur Wehrmacht in Mährisch Ostrau einberufen. Dort knüpft er Kontakte mit einer Widerstandsgruppe und wird zwischen 2. Dezember 1939 und 10. April 1940 wegen 'Zersetzung der Wehrkraft' eingesperrt.
Aus der Haft entlassen gründet Rudolf Steinberg innerhalb der Wehrmacht eine kleine Widerstandsgruppe, der sich auch sein enger Freund Franz Haag anschließt. Über diese Gruppe sind leider keine Unterlagen erhalten geblieben. Offensichtlich wurden sie in den Kriegshandlungen vernichtet. Bei der Gruppe dürfte es sich um eine kleine Widerstandsgruppe gehandelt haben.
Die Gruppe Rudolf Steinberg stellt Flugschriften und Sabotageanleitungen her und versucht NS-Propaganda zu widerlegen. Am 3. Jänner 1941 wird Franz Haag verhaftet und am 2. Juni 1941 aus Mangel an Beweisen entlassen. Rudolf Steinberg wird am 2. Februar 1942 verhaftet, am 17. Oktober 1942 entlassen, aber 1m 22. Oktober 1942 erneut verhaftet. Offensichtlich erfolgt die Entlassung auch aus Mangel an Beweisen.
Nach seiner Entlassung betätigt sich Rudolf Steinberg weiterhin im Widerstands. So organisieren sie für Unterkunft, Geld und Papiere für im Untergrund befindliche Personen. Er wird zwischen 21. Juli 1944 und 15. Dezember 1944 ein weiteres Mal verhaftet. Als Wehrmachtsangehöriger verhindert er bei der Schlacht um Wien die Sprengung des Wiener Messegeländes.
In Wien erlebt Rudolf Steinberg die Befreiung Österreichs und die Wiedererrichtung der Republik im April bzw. Mai 1945. Im befreiten Österreich tritt er der neugegründeten Österreichischen Volkspartei (ÖVP) und der ÖVP-Kameradschaft der politisch Verfolgten und Bekenner für Österreich bei. Danach bewirbt er sich um eine Taxifahrer-Lizenz.
Als Chauffeur geht Rudolf Steinberg in Pension und verstirbt mit 73 Jahren in Wien. Er findet seine letzte Ruhestätte am Friedhof in Wien-Dornbach.
Lieux
Lieu de résidence:
Citations
Wiener Stadt- und Landesarchiv (WStLA)
Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands (DÖW)
Matricula Online
Friedhöfe Wien - Verstorbenensuche
