Johann Cantius Steinmayr SJ

Персональные данные
Родился:
Умер:
Профессия:
Преследование:
Haft 19.04.1940 - 26.04.1940,
Haft 15.10.1943 - 18.09.1944,
Ermordet am 18.09.1944
Членства
Биография
Johann Cantius Steinmayr wird als drittes von fünf Kindern der Bauern Johann und Anna Steinmayr auf dem Vorderhacklerhof in St. Magdalena in Obergsies im Pustertal geboren. Aufgrund seiner schmächtigen körperlichen Figur und seiner kränklichen Konstitution eignet er sich nicht für die Feldarbeit, jedoch ist er ein guter Schüler.
1902 schicken ihn seine Eltern schließlich ins Knabenseminar Vinzentinum nach Brixen, wo er 1911 maturiert. Danach tritt Johann Cantius Steinmayr am 31. Oktober 1911 in die Gesellschaft Jesu, Jesuiten (SJ) in Wien-Lainz ein. Im Ersten Weltkrieg arbeitet er als Krankenpfleger.
Nach der Niederlage Österreich-Ungarns, der Zerschlagung der Doppelmonarchie und der Vertreibung des Hauses Habsburg wird Johann Cantius Steinmayr am 31. August 1919 zum Priester geweiht. Von 1921 bis 1925 ist er in der Pfarre Canisiuskirche, wechselt danach in die Pfarre Ignatiuskriche in Linz. 1937 wird er nach Innsbruck an die Universitätskirche versetzt.
Dort muss er auch den Untergang des freien und unabhängigen Österreichs durch den Einmarsch der Deutschen Wehrmacht am 12. März 1938 erleben. Der neue fanatische Gauleiter Franz Hofer hat es sich in den Kopf gesetzt, Adolf Hitler zu dessen 50. Geburtstag ein „kloster- und judenfreies Tirol“ zu präsentieren. Institutionen der Jesuiten werden der Reihe nach von den Nationalsozialisten beschlagnahmt, die Jesuiten von der Gestapo überwacht und schickaniert.
Am 12. Oktober 1939 wird schließlich auch das Jesuitenkolleg in Innsbruck beschlagnahmt und Johann Cantius Steinmayr muss das Kloster verlassen. Er findet Obdach in Innsbruck-Pradl bei der Wittwe eines Arztes. Weil der Ende 1938 (im Alter von 35 Jahren) geweihte Bischof Paulus Rusch davon überzeugt ist, dass die Kirche nur in den Familien überleben kann, beauftragt er Johann Cantius Steinmayr mit der Familien- und Männerseelsorge. Emsig und ehrgeizig reist er von Pfarre zu Pfarre und hält Vorträge, Einkehrtage, Glaubensschulungen und Exerzitien.
Johann Cantius Steinmayr wird wiederholt von der Gestapo verhört. Zwischen 17. April 1940 und 26. April 1940 sitzt er in Haft. Als er 1943 im Rahmen eines Schulungskurses auf das Buch Mythus des 20. Jahrhunderts des NS-Chefideologen Alfred Rosenberg eingeht, wird der von der Gestapo abermals verhört. Es kann ihm jedoch nichts nachgewiesen werden, da er sich geschickt verteidigt. Daraufhin versucht die Gestapo ihm Fallen zu stellen und schreckt nicht davor zurück, ihm Spitzel in den Beichtstuhl zu schicken.
Am Ende eines Schulungskurses für Männer 1943 meldet sich der Unteroffizier Ernst Lürs aus Berlin und bittet um Konvertitenunterricht. Der Sucher nach Wahrheit eröffnet Johann Cantius Steinmayr seine angebliche seelische Not wegen des Dienstes in der Wehrmacht, bringt die Sprache auf Befehlsverweigerung und ähnliche heikle Probleme. Ernst Lürs ist jedoch ein Spitzel der Gestapo. Im Sommer 1943 schleust er einen weiteren Spitzel mit fingierten Gewissensproblemen bei Johann Cantius Steinmayr ein.
Am 15. Oktober 1943 wird Johann Cantius Steinmayr im Seelsorgeamt, unter dem Vorwurf er habe sich zersetzend geäußert, von der Gestapo verhaftet. Bei den anschließenden Verhören, erfährt er, dass der zweite Spitzel auch Gestapo-Beamter ist und bereits Alois Grimm, SJ, zu Fall brachte. Er trifft auch auf Alois Grumm, SJ, in der Gestapo-Zentrale in der Prinz Albrechtstraße in Berlin. Als Zeichen des Protestes trägt er grundsätzlich seinen Talar. Er wird unter anderem auch über Hermann Flora und Otto Gerhard, beides Widerstandskämpfer, befragt, zu denen er Kontakt hatte.
Johann Cantius Steinmayr erhält am 6. Juli 1944 seine Anklageschrift. Er wird wegen Wehrkraftzersetzung gem. § 5 KrSStr VO angeklagt, darf sich jedoch nicht zur Anklage äußern. Am 14. August 1944 findet schließlich die Verhandlung vor dem Volksgerichtshof statt in der er zum Tod verurteilt wird. Er wird am 18. August 1944 in Brandenburg-Görden durch das Fallbeil von den Nationalsozialisten ermordet.
Wir müssen tapfere Christen sein, damit die Welt sieht, welche Kraft im katholischen Glauben verborgen liegt.
Места
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Цитаты
- Mikrut, Jan (2000): Blutzeugen des Glaubens. Martyrologium des 20. Jahrhunderts. Band 3 (Wien), стр. 121–132.
