Polizeirevierinspektor Johann Loibl

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Биография
Johann Loibl kommt in Schattau bei Znaim in Mähren [heute: Šatov bei Znojmo in Tschechien] als ehelicher Sohn des gleichnamige Schuhmachermeisters Johann Loibl und seiner Gattin Katharina, geborene Gneger, zur Welt. Über seine Kindheit und Jugend ist nichts erhalten geblieben.
Am 26. Oktober 1914 wird Johann Loibl in den I. Weltkrieg eingezogen, von dem er am 29. November 1918 heimkehrt. Er er lebt die Niederlage Österreich-Ungarns, die Zerschlagung der Doppelmonarchie und die Vertreibung des Hauses Habsburg. Unmittelbar nach seiner Ausmusterung aus dem Militärdienst tritt er am 30. November 1918 in den Polizeidienst in Wien ein und arbeitet als Rayonsinspektor.
Am 12. Juli 1920 heiratet Johann Loibl in Nikolsburg Katharina Hasieber; aus der Ehe gehen zwei Söhne hervor. Politisch dürfte er nicht aktiv gewesen sein, es ist aber anzunehmen, dass er als Organ der Sicherheitspolizei in den 1930ern aktiv gegen illegale Nationalsozialisten vorgeht.
Am 12. März 1938 erlebt Johann Loibl wie mit dem Einmarsch der deutschen Wehrmacht das freie und unabhängige Österreich untergeht. Am 17. Dezember 1938 wird er aus 'politischen Gründen' aus dem Polizeidienst entlassen. Die Entlassung wird nachträglich in eine Zwangspensionierung umgewandelt. Er lebt daraufhin zurückgezogen mit seiner Familie von den verminderten Pensionsbezügen. 1943 wird er zur Luftschutzpolizei eingezogen.
In Wien erlebt Johann Loibl die Befreiung Österreichs und die Wiedererrichtung der Republik im April bzw. Mai 1945. Er wird rehabilitiert, kehrt mit 1. Juli 1945 in den Polizeidienst zurück und tritt der neugegründeten Österreichischen Volkspartei (ÖVP) sowie der ÖVP-Kameradschaft der politisch Verfolgten und Bekenner für Österreich bei.
Als Polizeirevierinspektor tritt Johann Loibl in den Ruhestand und verstirbt, bereits verwitwet, mit 72 Jahren in Wien. Er findet seine letzte Ruhestätte am Friedhof in Wien-Hernals.
Места
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Wiener Stadt- und Landesarchiv (WStLA)
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