Ernst Ignaz Lissner

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Ernst Lissner
Изображение: WStLA

Персональные данные

Родился:

7 октября 1896 г., Wien

Умер:

14 марта 1961 г., Wien

Профессия:

Kaufmann

Членства

Австрийская народная партия, ÖVP Товарищество политически преследуемых и исповедников за Австрию

Биография

Ernst Ignaz Lissner kommt in Wien als Sohn des Chorsängers am Theater an der Wien Ignaz Lissner und seiner Ehefrau Anna, geborene Fuchs, zur Welt. Sein Vater entstammt einer katholischen Familie, ist aber konfessionslos, seine Mutter ist jüdischen Glaubens. Ernst Lissner wird römisch-katholisch erzogen. Er macht die Ausbildung zum Elektrotechniker.

Nach der Niederlage Österreich-Ungarns, der Zerschlagung der Doppelmonarchie und der Vertreibung des Hauses Habsburg heiratet Ernst Lissner am 11. Dezember 1921 die jüdische kaufmännische Angestellte Selma Fischer; die Ehe bleibt kinderlos.

Nach 1933 tritt Ernst Lissner der Vaterländischen Front bei und engagiert sich dort in weiterer Folge gegen den Nationalsozialismus als Propagandist. Beruflich ist er inzwischen zum Geschäftsführer einer Firma zur Erzeugung von Papierwaren.

Am 12. März 1938 muss der patriotische Österreicher erleben, wie mit dem Einmarsch der deutschen Wehrmacht, das freie und unabhängige Österreich untergeht. Mit der Besetzung Österreichs wird die deutsche Gesetzgebung übernommen und damit auch die ‘Nürnberger Rassengesetze’, nach denen er als 'Mischling I. Grades' bzw. ‘Halbjude’ gilt. Seine Ehefrau gilt als 'Volljüdin'.

Am 15. März 1938, nur drei Tage nach der deutschen Besetzung, wird Ernst Lissner von der Gestapo, aufgrund seiner Gegnerschaft zum Nationalsozialismus, verhaftet. Die Verhaftung trifft ihn während einer Behandlung im Spital der Barmherzigen Brüder. Dort wird ein großer Abszess unter dem rechten Unterkiefer eröffnet. In der Haft erkrankt er an Gelenksrheumatismus und erleidet einen Herzmuskelschaden. Am 8. November 1938 wird er aus der Haft entlassen, benötigt aber weitere ärztliche Behandlung und ist zunächst arbeitsunfähig. Am 23. Mai 1939 wird die Ehe geschieden. Seine Ehefrau wird später deportiert und in Minsk ermordet.

Während des Krieges zieht Ernst Lissner nach Küb am Semmering in Niederösterreich. Dort erlebt er die Befreiung Österreichs und die Wiedererrichtung der Republik im April bzw. Mai 1945. Er kehrt 1946 nach Wien zurück und tritt der neugegründeten Österreichischen Volkspartei (ÖVP) und der ÖVP-Kameradschaft der politisch Verfolgten und Bekenner für Österreich bei. Beruflich ist er wieder als Geschäftsführer tätig.

Ernst Lissner verstirbt mit 65 Jahren in Wien.

Места

Место проживания:

 

Цитаты

Wiener Stadt- und Landesarchiv (WStLA)

Matricula Online

Herold, Adressbuch von Österreich 1938

Ernst Lissner

Kaufmann
* 7 октября 1896 г.
Wien
† 14 марта 1961 г.
Wien
Ответственность