Dr. Paul Abel (geb. Abeles)

Photo von Paul Abel
Paul Abel
Изображение: www.myheritage.com

Персональные данные

Родился:

21 марта 1874 г., Вена

Умер:

10 мая 1971 г., Лондон

Профессия:

Адвокаты

Членства

Великая ложа Австрии древних, свободных и принятых масонов

Биография

Paul Abeles kommt in Wien als ehelicher Sohn des Rechtsanwalts Alexander Abeles und seiner Gattin Rosa Hermine, geborene Bondi, zur Welt. Er stammt aus jüdischem Hause, sein Vater verstirbt 1877, woraufhin Ferdinand Bondi, ein Verwandter, die Vormundschaft übernimmt. Nach der Volksschule besucht er das k.k. Staatsgymnasium Wien 9 [heute: Gymnasium Wasagasse], wo er 1892 maturiert. Er ändert seinen Familiennamen auf 'Abel'. Im Jahr seiner Matura inskribiert er Jus an der Universität Wien, wo er am 18. Jänner 1899 mit dem Kalkül sub auspiciis imperatoris, zum Doktor der Rechte promoviert wird. Nach seiner Gerichtspraxis wird er wird er Konzipient in der Kanzlei des Wiener Rechtsanwalts Otto Brunstein. 1902 heiratet er die Tochter des jüdischen Rechtsanwalts Adolf Edeler von Bachrach, Hedwig Helene von Bachrach; die Ehe bleibt kinderlos. Im Jahr der Eheschließung wird er Partner in der Kanzlei seines Schwiegervaters. Die Kanzlei und die Familienwohnung befinden sich im familieneigenen Hause in der Rosenbursenstraße 8, im 1. Wiener Gemeindebezirk.

Paul Abel spezialisiert sich auf Urheber- und Patentrecht. 1904 veröffentlicht er sein Werk 'Die Rechtsgemeinschaft im Patentrecht', 1908 'System des österreichischen Markenrechts', 1914 'Kinematographie und Urheberrecht' und 1925 'Rundfunk und Urheberrecht'. Im November 1918 erlebt er die Niederlage Österreich-Ungarns, die Zerschlagung der Doppelmonarchie und die Vertreibung des Hauses Habsburg. In weiterer Folge wird er Mitglied einer Freimaurerloge der Großloge von Wien [heute: Großloge von Österreich der Alten, Freien und Angenommenen Maurer]. Bei welcher Loge er Mitglied war, ist jedoch nicht erhalten geblieben.

1924 wird Paul Abel Vizepräsident der Wiener Rechtsanwaltskammer und in weiterer Folge Vorstandsmitglied verschiedener in- und ausländischer juridischer Gesellschaften, Mitglied des Obereinigungsamts, des Spruchsenats der Finanzlandesdirektion Wien und der Judiziellen Staatsprüfungskommission für Patentanwälte. Zudem ist er maßgeblich an der Ausarbeitung der einschlägigen österreichischen Gesetze beteiligt, so etwa an den Markenschutznovellen 1928 und 1934 sowie an der Urheberrechtsreform anno 1936. Die Österreichische Vereinigung für gewerblichen Rechtsschutz und Urheberrecht ernennt ihn zum Ehrenmitglied. 1929 verstirbt seine Ehefrau Hedwig Helene Abel. Politisch tritt er in den 1920ern und 1930ern nicht in Erscheinung.

Am 12. März 1938 muss Paul Abel erleben, wie mit dem Einmarsch der deutschen Wehrmacht das freie und unabhängige Österreich untergeht. Mit der Besetzung Österreichs wird die deutsche Gesetzgebung übernommen und damit auch die ‘Nürnberger Rassengesetze’, nach denen er als ‘Volljude’ gilt. Auf den Listen der Gestapo wird er als 'gefährlicher Freimaurer' geführt. Nachdem ihm seine Rechtsanwaltszulassung aus 'rassischen Gründen' entzogen wird, entschließt er sich zur Emigration nach London. Sein beträchtliches Vermögen, bestehend aus Devisen, Bankguthaben und Wertpapieren wird im Rahmen der 'Reichsfluchtsteuer' beschlagnahmt und seine Liegenschaften in Wien und Mödling bei Wien werden arisiert.

Am 29. September 1938 verläßt Paul Abel Wien und erreicht London am 1. Oktober 1938. 1939 heiratet er Fanziska 'Fanny' Löwner, auch diese Ehe bleibt kinderlos. Per Beschluss vom 18. Oktober 1939 wird er nach dem Ausbruch des II. Weltkrieges als deutsche Staatsbürger nicht interniert. Er ist fortan als Berater für internationales Recht, etwa bei der Erstellung des Zentraleuropäischen Patent- und Urheberrechts, tätig. 1941 wird er Mitglied der Austrian Democratic Union, einer liberalen, demokratischen, den Menschenrechten, verpflichteten anti-nationalsozialistischen Organisation, unter Julius Meinl III.

In London erlebt Paul Abel die Befreiung Österreichs und die Wiedererrichtung der Republik im April bzw. Mai 1945. Seine Ehefrau und er entscheiden sich in London zu bleiben und nicht nach Österreich zurückzukehren. Ab 1947 ist er Exekutivmitglied der österreichischen Delegation bei der internationalen Urheberrechtskonferenz in Brüssel.

In London geht Paul Abel in Pension und verstirbt mit 97 Jahren, nach kurzer schwerer Krankheit in London.

Места

Место проживания:

Цитаты

Wiener Stadt- und Landesarchiv (WStLA)

Österreichisches Staatsarchiv (ÖStA)

Archiv der Universität Wien

Kodek, Günter K. (2009): Unsere Bausteine sind die Menschen. Die Mitglieder der Wiener Freimaurer-Logen 1869 - 1938 (Wien) S. 15

Minder, Robert A. (2021): Verfolgt.Vertrieben.Ermordet. Auf den Spuren der Wiener Freimaurer ab 1932 (Wien) S. 83

Wien.Geschichte.Wiki unter www.geschichtewiki.wien.gv.at/Paul_Abel

Wikipedia unter de.wikipedia.org/wiki/Paul_Abel_(Jurist)

www.myheritage.com

Paul Abel

Адвокаты
* 21 марта 1874 г.
Вена
† 10 мая 1971 г.
Лондон
эмиграция, арбитраж, Запрещение деятельности