Johann Mittendick
Персональные данные
Родился:
Умер:
Профессия:
Преследование:
Haft 01.09.1943 - 06.04.1945,
Todesurteil am 06.03.1944 (danach Umwandlung zu 15 Jahren Haft)
Награды:
Ehrenzeichen für Verdienste um die Befreiung Österreichs
Членства
Биография
Johann Mittendick wird als Sohn des Landwirts Johann Mittendick und seiner Ehefrau Josefa, geborene Aff. Nach der Schule wird Johann Mittendick Landwirt und arbeitet in der elterlichen Landwirtschaft.
Der gläubige Katholik und überzugter Österreicher engagiert sich bei den Kolpingbrüdern und ab 1935 in der Vaterländischen Front.
Am 12. März 1938 erlebt er den Untergang des unabhängigen und freien Österreichs mit dem Einmarsch der deutschen Wehrmacht.
Johann Mittendick wird im Mai 1939 in die Wehrmacht eingezogen und nimmt am Polenfeldzug teil. Nach einer Verwundung rüstet er am 18. November 1940 ab und arbeitet wieder in der elterlichen Landwirtschaft.
Am 21. Mai 1943 holt Johann Mittendick mit einem Pferdefuhrwerk aus Primmersdorf bei der Thaya Sand ab. Dabei begegnet er dem ihm bis dahin unbekannten Landwirt Johann Steinbrecher aus Nespitz, der sich in Begleitung eines HJ-Angehörigen befindet. Im Laufe des Gespräches erfährt Johann Mittendick, dass Johann Steinbrecher aus Böhmen [im NS-Jargon “Sudentenland”] kommt. Johann Mittendick wirft die Frage auf, ob die Sudentendeutschen sich nunmehr wirklich im Deutschen Reich wohl fühlen und ob diese auf Dauer im Deutschen Reich bleiben wollen. Als Johann Steinbrecher dies bejaht, widerspricht ihm Johann Mittendick energisch.
Das ist nicht wahr. In drei Wochen ist der Otto [Anm.: Otto von Habsburg-Lothringen] da. Der Führer schaut schon schlecht aus, er wird die Juni-Offensive schon nicht mehr durchführen. In dre Wochen ist der Krieg verloren. Ich habe die letzte Rede von Otto im Schwarzsender gehört. Russland und Deutschland müssen sich verbluten. Es wird dann kein Deutsches Reich mehr geben, das alte Österreich wird wieder erstehen und Amerika wird alles beherrschen. Das Sudetenland und das heutige Protektorat werden wieder zu Österreich kommen.
Daneben berichtet er über die Verhaftung von junger Widerstandskämpfer, die Listen von Parteifunktionären, die nach dem Umsturz exekutiert werden sollten.
Schließlich kommt er auf die Holzlieferungen, die Bauern zu dieser Zeit an den Staat abführen mussten, zu sprechen. Er meint, er “führe sein Holz sonst wo ab, für die (damit meinte er die nationalsozialistische Regierung) habe er keines übrig.”
Johann Steinbrecher denunziert Johann Mittendick bei der Gestapo. Am 1. September 1943 wird Johann Mittendick von der Gestapo verhaftet. Selbst bei den Verhören der Gestapo steht er zu seiner Meinung.
Durch seine Äußerungen, von deren Richtigkeit er nach wie vor überzeugt sei, habe er den Zeugen Steinbrecher für die monarchistische Idee begeistern wollen.
Am 16. Dezember 1943 wird Johann Mittendick in das Landesgericht Wien überstellt, wo ihm am 6. März 1944 der Prozess vor dem Volksgerichtshof wegen Vorbereitung zum Hochverrat, Feindbegünstigung und Wehrkraftzersetzung gemacht wird. Er wird zum Tode verurteilt. Das Urteil wird im Anschluss zu 15 Jahren Zuchthaus umgewandelt. Am 29. September 1944 wird er in die Justizanstalt 1020 Wien überstellt, wo er bis zur Befreiung durch die Alliierten am 6. April 1945 inhaftiert ist.
Nach der Befreiung Österreichs und der Wiedererrichtung der Republik im April bzw. Mai 1945 wird Johann Mittendick Bürgermeister von Wenjapons und arbeitet wieder in der Landwirtschaft. Er tritt neugegründeten Österreichischen Volkspartei (ÖVP) und der ÖVP Kameradschaft der politisch Verfolgten und Bekenner für Österreich bei. Er heiratet 1957 und hat fünf Kinder.
In der Pension zieht Johann Mittendick nach Horn, wo er mit 90 Jahren verstirbt.
Места
Место проживания:
Цитаты
Niederösterreichisches Landesarchiv
