Rochus Kosak
Données personnelles
Né:
Décédé:
Profession:
Persécution:
Haft 14.10.1938 - 9.12.1943
Adhésions
Curriculum Vitae
Rochus Kosak besucht in Wien die Volks- und Bürgerschule, sowie die Vorbereitungsklasse für die Lehrerbildungsanstalt, besucht diese aber im Anschluss nicht, sondern erlernt den Mechanikerberuf. In diesem Beruf ist er einige Zeit tätig, bevor er arbeitslos wird. Später beginnt er die Maschinenbau- und Elektrotechnikschule, welche er sich durch Halbtagsarbeiten beim griechischen Konsul und Präsidenten der griechischen Gemeinde, Michael Georg Koimzuglu finanziert. Er schließt aber auch diese Ausbildung nicht ab.
1932 ist Rochus Kosak kurz Mitglied der SS-Motorstaffel II in Wien, fühlt sich dort jedoch ideologisch offensichtlich nicht zu Hause. Er tritt dort bald wieder aus und wird Mitglied im legitimistischen Reichsbund der Österreicher. Dort lernt er die Mitglieder der Studentenverbindung Ottonia Karl Burian und Josef Wotyka kennen.
Nach der Okkupation Österreichs durchs das Dritte Reich intensivieren sich die Kontakte zwischen ihm und Karl Burian. Über Michael Georg Koimzuglu besorgt Rochus Kosak für die Ehefrau und den Sohn des bereits über die Schweiz nach Argentinien geflüchteten Mitglied der Studentenverbindung Paul Fuchs Papiere, damit diese ebenfalls ausreisen können. Das griechische Konsulat wird in der Folge auch Anlaufstelle für Briefe von im Ausland befindlichen Mitgliedern der Ottonia.
Rochus Kosak ist zwar nicht Mitglied der in den Widerstand gegangenen Studentenverbindung Ottonia, wird aber Teil der Widerstandsgruppe um Karl Burian, die zwar hauptsächlich, aber nicht ausschließlich aus Ottonen besteht. Er ist in alle inhaltlichen Themen der Widerstandsbewegung eingebunden. Er erstellt Flugzettel, die zur Verteilung gelangen sollten und ist für unterschiedliche Führungsfunktionen beim Aufbau der Widerstandsbewegung vorgesehen.
Rochus Kosak sucht in der Folge den Kontakt zu weiteren legitimistisch eingestellten Gegnern des Nationalsozialismus beziehungsweise zu weiteren legitimistischen Gruppen. Er ist auch anwesend, als Karl Burian militärische Geheimnisse weiterreicht und stellt seine Kamera zum Ausspähen zur Verfügung.
Rochus Kosak wird am 14.10.1938 von der Gestapo verhaftet. Er wird wegen Vorbereitung zum Hochverrat angeklagt und in der Hauptverhandlung des Volksgerichtshofes vom 7. Dezember 1943 bis 9. Dezember 1943 zu fünf Jahren Zuchthaus verurteilt. Die Schutz- und Untersuchungshaft wird ihm angerechnet, weshalb er nach dem Urteilsspruch freikommt.
Bis Kriegsende verhält sich Rochus Kosak unauffällig. Er heiratet und wandert schließlich 1949 nach Johannesburg in Südafrika aus. Dort verliert sich seine Spur.
Lieux
Lieu de résidence:
Citations
Prosl, Christian (2008): Tödliche Romantik. Das legitimistische akademische Corps "Ottonen" (Wien)
Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands (DÖW)
