Dr. Nikolaus Oskar Hovorka von Zderas

Données personnelles
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Adhésions
Curriculum Vitae
Am 12. März 1938 muss Nikolaus Hovorka Edler von Zderas erleben, wie mit dem Einmarsch der deutschen Wehrmacht, das freie und unabhängige Österreich untergeht. Bereits am 18. März 1938 wird er von der Gestapo verhaftet und am 24. Mai 1938 in das KZ Dachau deportiert. Seine Freundin Maria Baronin von Letfuchs schreibt in dieser Zeit vergebens an alle Behörden, um ihn aus der 'Schutzhaft' frei zu bekommen.
Als mit dem Überfall des Deutschen Reiches auf Polen das KZ Dachau kurzfristig für die SS geräumt wird, erfolgt seine Überstellung in das KZ Mauthausen. Er wird in den Kommandos Straßenbau, Betonierer, Steinbruch, Erdbewegung und Revier (Ambulanz, Laboratorium, Röntgen, Massage und physikalische Therapie) eingesetzt.
Am 22. Juli 1942 wird Nikolaus Hovorka Edler von Zderas aus dem Konzentrationslager entlassen und noch am gleichen Tag zur Wehrmacht, in eine Strafkompanie, eingezogen. Aufgrund seiner medizinischen Kenntnisse wird er von der Strafkompanie nach kurzer Zeit in ein Feldlazarett verlegt.

Nikolaus Hovorka Edler von Zderas wird zuerst an der russischen Front und danach in Frankreich eingesetzt. Dort nimmt er Kontakt mit der französischen Resistance auf und gibt ihnen Information weiter. So kann er zur vorzeitigen Befreiung von Lons-le-Saunier im September 1944 beitragen. In Frankreich gerät er in amerikanische Kriegsgefangenschaft.
Nikolaus Hovorka Edler von Zderas erlebt in Frankreich die Befreiung Österreichs und die Wiedererrichtung der Republik im April bzw. Mai 1945. Im September 1945 kann er schließlich nach Wien heimkehren. Er tritt der neugegründeten Österreichischen Volkspartei (ÖVP) und der ÖVP-Kameradschaft der politisch Verfolgten und Bekenner für Österreich bei. Nachdem der Versuch die Zeitung 'Berichte zur Kultur- und Zeitgeschichte' wieder zu gründen scheitert, wird er 1950 Chefredakteur der katholischen Wochenzeitung 'Offenes Wort'. Im gleichen Jahr kommt sein Sohn zur Welt. 1955 gewinnt ihn sein Jugendfreund Alfred Maleta als Chefredakteur der Zeitung des Österreichischen Arbeiter- und Angestelltenbundes (ÖAAB) 'Die Freiheit'. Ehrenamtlich ist er weiterhin in der Volksbildung aktiv.
Nikolaus Hovorka Edler von Zderas erleidet zwei Herzanfälle, wovon der zweite tödlich ist. Er verstirb mit 65 Jahren in Wien und findet seine letzte Ruhestätte am Friedhof in Wien-Döbling.
Du warst uns in böser Zeit ein mutiger, treuer Kamerad, und wer dich näher gekannt, hat an dir das geschärfte Empfinden für Recht und Gerechtigkeit, die leidenschaftliche Anteilnahme am Los der besitzlosen Massen und deine mutige religiöse Haltung geschätzt.
Lieux
Lieu de résidence:
Persécution:
Citations
Wiener Stadt- und Landesarchiv (WStLA)
Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands (DÖW)
Wien.Geschichte.Wiki unter www.geschichtewiki.wien.gv.at/Nikolaus_Hovorka
Die Furche vom 4. Jänner 1967, Seite 4
Arolsen Archives
Matricula Online
Friedhöfe Wien - Verstorbenensuche
