Oberleutnant d.R. Wilhelm Peter August Julius von Hebra

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Curriculum Vitae
Wilhelm Peter August Julius Ritter von Hebra kommt in Wien als ehelicher Sohn des Medizinprofessors Johann 'Hans' Nepomuk Viktor Ritter von Hebra und seiner aus Graz stammenden Gattin Adelheid, geborene Edle von Reininghaus, zur Welt. Seine Großmutter mütterlicherseits Terezia Friederike Edle von Reininghaus, geborene von Mautner-Markhof, war vom jüdischen zum evangelischen Glauben konvertiert. Wilhelm von Hebra wird wie seine fünf Geschwister katholisch erzogen.
Nach der Volksschule besucht Wilhelm von Hebra das Privatgymnasium Scholz in Graz, wo er 1903 maturiert. Sein Vater war bereits 1902 verstorben, woraufhin der Grazer Fabrikant Eduard Keil die Vormundschaft übernimmt. Nach der Matura absolviert Wilhelm von Hebra sein Einjährigen-Freiwilligen-Jahr beim Dragonerregiment Nr. 6 'Albrecht Prinz von Preussen' bei der k.u.k. Armee. 1904 inskribiert er rechts- und Staatswissenschaften an der Universität Wien und der Ludwig-Maximilians-Universität München. Er schließt die Studien jedoch nicht ab. 1909 wird er nach seinen absolvierten Waffenübungen zum Leutnant der Reserve ernannt.
Mit Ausbruch des Ersten Weltkrieges wird der inzwischen zum Oberleutnant beförderte Wilhelm von Hebra eingezogen und an der russischen Front eingesetzt. Ab Mitte Juli 1915 dient er an der italienischen Front und ist in der Ersten Dolomitenoffensive und der 10. Isonzo-Schlacht eingesetzt.
Nach der Volksschule besucht Wilhelm von Hebra das Privatgymnasium Scholz in Graz, wo er 1903 maturiert. Sein Vater war bereits 1902 verstorben, woraufhin der Grazer Fabrikant Eduard Keil die Vormundschaft übernimmt. Nach der Matura absolviert Wilhelm von Hebra sein Einjährigen-Freiwilligen-Jahr beim Dragonerregiment Nr. 6 'Albrecht Prinz von Preussen' bei der k.u.k. Armee. 1904 inskribiert er rechts- und Staatswissenschaften an der Universität Wien und der Ludwig-Maximilians-Universität München. Er schließt die Studien jedoch nicht ab. 1909 wird er nach seinen absolvierten Waffenübungen zum Leutnant der Reserve ernannt.
Mit Ausbruch des Ersten Weltkrieges wird der inzwischen zum Oberleutnant beförderte Wilhelm von Hebra eingezogen und an der russischen Front eingesetzt. Ab Mitte Juli 1915 dient er an der italienischen Front und kämpft in der 1. Dolomitenoffensive und der 10. Isonzo-Schlacht.
Im November 1918 erlebt Wilhelm von Hebra die Niederlage Österreich-Ungarns, die Zerschlagung der Doppelmonarchie und die Vertreibung des Hauses Habsburg. Er bleibt, als österreichischer Patriot, der Überzeugung eines Österreichs in Form einer Monarchie unter Otto von Habsburg-Lothringen treu und wirbt in belletristischen und politischen Schriften dafür. Ebenso tritt er als Redner in öffentlichen Versammlungen für eine Monarchie in Österreich auf. 1936 schließt er sich dem legitimistischen Reichsbund der Österreicher an. 1937 muss er aufgrund einer Erkrankung diese Betätigungen vorläufig einstellen. In Aufsätzen befasst er sich unter anderem mit der Bedeutung der militärischen Unabhängigkeit Österreichs. Als legitimistischer Österreicher steht er in offener Gegnerschaft zum Nationalsozialismus.

Am 12. März 1938 muss Wilhelm von Hebra erleben, wie mit dem Einmarsch der deutschen Wehrmacht, das freie und unabhängige Österreich untergeht. Mit der Besetzung Österreichs wird die deutsche Gesetzgebung übernommen und damit auch die ‘Nürnberger Rassengesetze’, nach denen er als ‘Mischling II. Grades’ gilt. Bereits im Sommer 1938 beginnt Wilhelm von Hebra mit dem Aufbau einer Widerstandsgruppe, Gruppe Hebra genannt. Anlässlich des vierten Jahrestags der Ermordung von Bundeskanzler Engelbert Dollfuß am 25. Juli 1938 streuen sie erstmals etwa 1000 Flugblätter. Die Sudetenkrise ist Anlass zur Herstellung weiterer Flugblätter, in denen Eisenbahner aufgerufen werden, durch passiven Widerstand den Bahnbetrieb lahmzulegen und so den drohenden Krieg zu verhindern. Da das Münchner Abkommen die Kriegsgefahr vorerst bannt, vernichtet Wilhelm von Hebra die Flugblätter. Die Eisenbahn bleibt organisatorisch weiter im Visier der Gruppe, man erprobt Sabotagemittel an Waggons und versucht unter Reichsbahnbediensteten neue Mitglieder zu gewinnen. Im Herbst 1938 wird das ein Flugblatt veröffentlicht, welches mit 'Östfrei' (Österreich frei) unterschrieben ist und die Freiheit des besetzten Österreichs fordert.
Österreich ist nicht ein Teil des Deutschen Reichs, sondern ein durch Lüge und Gewalt erobertes, durch Tyrannei festgehaltenes, jedes Rechts beraubtes, gequältes und gepeinigtes Land. Wir Österreicher sind durch Geschichte und Kultur, in Geist und Gesinnung, in Charakter und Lebensform von den anderen Deutschen unterschieden, den Preußen gegensätzlich. Wir sind eine eigene Nation: die österreichische Nation.
Bereits ab Sommer 1938 hat die Gestapo jedoch Spitzel in die Gruppe eingeschleust. Im März 1938 wird die Gruppe schließlich aufgedeckt und die Mitglieder der Widerstandsgruppe sukzessive verhaftet. Wilhelm von Hebra wird als einer der ersten Mitglieder am 21. März 1939 verhaftet. Am 16. November 1943 wird er wegen 'Vorbereitung zum Hochverrat' und 'Feindbegünstigung' zum Tode verurteilt. Er wird ein weiteres Jahr später in der Justiz-Vollzugsanstalt München Stadelheim am 27. Oktober 1944 hingerichtet und findet seine letzte Ruhestätte auf dem Friedhof am Perlacher Forst in München. Er wurde ledig und kinderlos ermordet.
Lieux
Lieu de résidence:
Citations
Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands (DÖW)
Österreichisches Staatsarchiv (ÖStA)
Archiv der Universität Wien
Wikipedia unter de.wikipedia.org/wiki/Friedhof_am_Perlacher_Forst
Matricula Online
