Josef Gabriel

Données personnelles
Né:
Décédé:
Profession:
Persécution:
Haft 13.03.1938 - 24.09.1938,
KZ Buchenwald 25.09.1938 - 06.06.1942
Numéro de camp:
Adhésions
Curriculum Vitae
Josef Gabriel wird in Dunkelstein bei Ternitz im Bezirk Neunkirchen in Niederösterreich als Sohn des Arbeiters Johann Gabriel und seiner Ehefrau Pauline, geborene Waidhofer, geboren. Nach der Schule macht er die Ausbildung zum kaufmännischen Angestellten.
1925 tritt Josef Gabriel dem Arbeiter-Turnverein und der Sozialistischen Arbeiterjugend (SAJ) in Ternitz bei, ein Jahr später, 1925 wird er Funktionär im Arbeiter-Turnverein und Mitglied im sozialistischen Schutzbund. 1927 wird er schließlich Funktionär der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei (SDAP) [heute: Sozialdemokratische Partei Österreich (SPÖ)] Ternitz. Diese Funktion hat er bis 1934 inne, als die SDAP aufgrund der sozialistischen Februaraufstände verboten wird.
Josef Gabriel arbeitet in den 1930ern bei der Firma Semperit in Wimpassing. Als überzeugter Gegner des Nationalsozialismus zeigt er viele Mitglieder dieser Bewegung, in der Zeit des Abwehrkampfes in Österreich, bei der Polizei an.
Am 12. März 1938 muss Josef Gabriel den Untergang des freien und unabhängigen Österreich mit dem Einmarsch der Deutschen Wehrmacht erleben. Bereits am 13. März 1938 wird er verhaftet und über Neunkirchen und das Anhaltelager Wöllersdorf nach Wien gebracht. Am 29. September 1938 wird er schließlich in das KZ Buchenwald deportiert. Trotz schwerer Misshandlungen unterstützt er seine Mitgefangenen wo er kann.
[…] Ich, Franz Meixner, bin am 22.9.1939 im KZ Lager Buchenwald eingeliefert worden, wo Josef Gabriel bereits dortselbst in Schutzhaft war und mir durch seine bereits erworbenen Langerkenntnisse und Vertraut[heit] mit den Lagerverhältnissen sofort hilfereichend unter die Arme griff und mich in jeder Weise unterstützte. (auch durch Zuwendung v. Esswaren). Auch zu den übrigen Kameraden war das Verhalten Josef Gabriels auch in den schwierigsten Verhältnissen jederzeit kameradschaftlich. […]
Josef Gabriel wird im Block 42 untergebracht und muss im Steinbruch arbeiten. Aufgrund eines Unfalls und eines Magenleidens muss er oftmals ins Krankenrevier.
Am 6. Juni 1942 wird er schließlich aus dem KZ Buchenwald entlassen und findet Arbeit in den Raxwerken in Wiener Neustadt. Er muss sich anfangs wöchentlich, später zweiwöchentlich beim Wachposten melden. Im Jahr seiner Entlassung heiratet er und wird in der Folge Vater einer Tochter.
Als Angestellter erlebt er die Befreiung Österreichs im Mai 1945 und bleibt Angestellter der Raxwerke, wo er sich zum Einkaufsleiter emporarbeitet. Er tritt nach dem Krieg der neugegründeten Österreichischen Volkspartei (ÖVP) und der ÖVP-Kameradschaft der politisch Verfolgten und Bekenner für Österreich bei.
Als Einkaufsleiter der Raxwerke geht er schließlich in Pension und verstirbt mit 82 Jahren in Neunkirchen.
Citations
Landesarchiv NÖ
