Univ.-Prof. Dr. Leo Sebastian Haslhofer

Photo von Leo Haslhofer
Leo Haslhofer
Image : ÖCV

Données personnelles

Né:

15 octobre 1901, Linz

Décédé:

16 mars 1970, Vienne

Profession:

Docteur

Persécution:

Libération 28.02.1939

Adhésions

A.V. Austria Innsbruck, Parti populaire autrichien, ÖVP Camaraderie des persécutés politiques et des confesseurs pour l'Autrich

Curriculum Vitae

Leo Sebastian Haslhofer kommt in Linz als ehelicher Sohn des Lehrers an der Lehrerbildungsanstalt St. Pölten, Sebastian Haslhofer und seiner Gattin Antonia, geborene Riedlberger, zur Welt. Nach der Volksschule besucht er das Gymnasium in St. Pölten, wo er 1920 maturiert.

Seinen ursprünglichen Wunsch Marineoffizier zu werden, kann er aufgrund der Niederlage Österreich-Ungarns, der Zerschlagung der Doppelmonarchie und der Vertreibung des Hauses Habsburg, nicht nachkommen, weshalb er nach der Matura nach Innsbruck zieht und Medizin an der Universität Innsbruck inskribiert. Noch im gleichen Jahr tritt der, wie sein Vater vor ihm, der Studentenverbindung Austria Innsbruck bei. Bereits als Student arbeitet er am Pathologisch-Anatomischen Institut der Universität Innsbruck und verbleibt dort als erster Assistent nach seiner Promotion im Jahre 1928. Er erhält die venia legendi (Lehrbefugnis) an der Universität Innsbruck und wird außerordentlicher Professor für Pathologische Anatomie und Histologie. Im Jahre 1929 heiratet er Paula Sachs, die er bereits aus seiner Schulzeit in St. Pölten kennt. Die Ehe bleibt kinderlos.

1934 tritt Leo Haslhofer der Vaterländischen Front bei und wird Funktionär der Partei an der medizinischen Fakultät. In dieser Funktion tritt er entschieden gegen den Nationalsozialismus auf. Am 1. November 1937 wird er zum Vorstand des Pathologischen Instituts am Krankenhaus in Wien-Lainz bestellt.

Am 12. März 1938 erlebt der gläubige Katholik und patriotische Österreicher wie mit dem Einmarsch der deutschen Wehrmacht das frei und unabhängige Österreich untergeht. Aufgrund seiner Gegnerschaft zum Nationalsozialismus wird er am 28. Februar 1939 als Arzt entlassen und seine venia legendi widerrufen.

Seinen ursprünglichen Wunsch Marineoffizier zu werden kann er aufgrund der Niederlage Österreich-Ungarns, der Zerschlagung der Doppelmonarchie und der Vertreibung des Hauses Habsburg nicht nachkommen, weshalb er nach der Matura nach Innsbruck zieht und Medizin an der Universität Innsbruck inskribiert. Noch im gleichen Jahr tritt er, wie sein Vater vor ihm, der Studentenverbindung Austria Innsbruck bei. Bereits als Student arbeitet er am Pathologisch-Anatomischen Institut der Universität Innsbruck und verbleibt dort als erster Assistent nach seiner Promotion im Jahre 1928. Er erhält die venia legendi (Lehrbefugnis) an der Universität Innsbruck und wird außerordentlicher Professor für Pathologische Anatomie und Histologie. Im Jahre 1929 heiratet er Paula Sachs, die er bereits aus seiner Schulzeit in St. Pölten kennt. Die Ehe bleibt kinderlos.

1933 tritt Leo Haslhofer der Vaterländischen Front bei und wird Funktionär der Partei an der medizinischen Fakultät. In dieser Funktion tritt er entschieden gegen den Nationalsozialismus auf. Am 1. November 1937 wird er zum Vorstand des Pathologischen Instituts am Krankenhaus in Wien-Lainz bestellt. Zwischen 1937 und 1938 ist er Vorsitzender der Vereinigung der pathologischen Anatomien Wiens.

Am 12. März 1938 erlebt der gläubige Katholik und patriotische Österreicher wie mit dem Einmarsch der deutschen Wehrmacht das freie und unabhängige Österreich untergeht. Aufgrund seiner Gegnerschaft zum Nationalsozialismus wird er am 28. Februar 1939 als Arzt entlassen und seine venia legendi widerrufen.

Leo Haslhofer als Couleurstudent
Leo Haslhofer als Couleurstudent
Image : Archiv der A.V. Austria Innsbruck

Dr. Leo Haslhofer war Mitglied der CV-Verbindung "Austria", war ältestes Mitglied der VF an der hiesigen Universität und war Amtswalter der letzteren. Er wie seine Frau waren fanatisch klerikal und vaterländisch eingestellt. Prof. Haslhofer selbst gehörte der System-Clique (Hörbst, Sauser) an und war innerhalb der Fakultät als Mensch wie als Lehrer unbeliebt. […]

Trotzdem dürfte er während der Zeit seines Aufenthaltes in Innsbruck in polit. Hinsicht noch Gegner des Nationalsozialismus gewesen sein.

Gasleitung Tirol-Vorarlberg vom 7. November 1940

Danach arbeitet er freiberuflich an seinen wissenschaftlichen Arbeiten sowie als Arzt im jüdischen Rothschild-Spital in Wien. Am 30 Juni 1942 wird er zur Wehrmacht eingezogen und arbeitet bis zur Befreiung Wiens als Offizier und Vertragsarzt am Reservelazarett III in Wien.

In Wien erlebt Leo Haslhofer die Befreiung Österreichs und die Wiedererrichtung der Republik im April bzw. Mai 1945. Er tritt der neugegründeten Österreichischen Volkspartei (ÖVP) und der ÖVP-Kameradschaft der politisch Verfolgten und Bekenner für Österreich bei. Er wird sofort rehabilitiert, zum Vorstand des Pathologischen Instituts am Krankenhaus in Wien-Lainz bestellt und erhält wieder die venia legendi der Universität Innsbruck.

1968 tritt Leo Haslhofer in den Ruhestand, arbeitet aber in Lainz weiter.

Lieux

Lieu de résidence:

Citations

Wiener Stadt- und Landesarchiv (WStLA)

Matricula Online

Archiv der A.V. Austria Innsbruck

Leo Haslhofer

Docteur
* 15 octobre 1901
Linz
† 16 mars 1970
Vienne
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