Margarethe Feineis (geb. Sträussler)

Données personnelles

Né:

25 juillet 1899, Vienne

Décédé:

28 juillet 1984, Vienne

Profession:

Couturière

Persécution:

Zwangsarbeit 16.12.1942 - 02.04.1945

Adhésions

Parti populaire autrichien, ÖVP Camaraderie des persécutés politiques et des confesseurs pour l'Autrich

Curriculum Vitae

Margarethe Sträussler kommt in Wien als eheliche Tochter des Schaffners der Nordbahn Samuel Strassler und seiner Gattin Maria, geborene Petersalka, zur Welt. Sie ist die jüngste Tochter, neben Elvira (verehelichte Fürtauer), Ernst Sträussler, Irene (verehelichte Bellak) und Roland Sträussler, der jüdischen Familie. Nach dem Besuch der Volksschule besucht sie die Pflichtschule um im Anschluss eine Lehre zur Schneidermeisterin zu absolvieren.

In Wien erlebt Margarethe Sträussler 1918 die Niederlage Österreich-Ungarns, die Zerschlagung der Doppelmonarchie und die Vertreibung des Hauses Habsburg. 1923 eröffnet sie im Wohnhaus, indem sie und ihre Familie wohnen, in der Taborstraße 22 im 2. Wiener Gemeindebezirk, eine Schneiderei. 1925 heiratet sie den Katholiken Johann Feineis. Sie heiraten am Magistratischen Bezirksamt, da sie nicht zum katholischen Glauben konvertiert.

Margarethe Feineis schließt ihre Schneiderei 1935 und ist ausschließlich im Haushalt tätig. Sie und ihr Ehemann wohnen zusammen mit ihrer Familie weiterhin in der Taborstraße 22.

Aufgrund der Schwerstarbeit erleidet Margarethe Feineis Schwächeanfälle und einen Nervenzusammenbruch. Sie wird daraufhin von der evangelisch-gläubigen, aber nach den Nürnberger Rassengesetzen jüdisch geltenden Frida Becher von Rüdenhof behandelt.

Am 2. April 1945, unmittelbar vor der Befreiung Wiens, endet für Margarethe Feines die Zwangsarbeit. In Wien erlebt sie die Befreiung Österreichs und die Wiedererrichtung der Republik im April bzw. Mai 1945. Sie tritt der neugegründeten Österreichischen Volkspartei (ÖVP) und der ÖVP-Kameradschaft der politisch Verfolgten und Bekenner für Österreich bei. Kurz versucht sie sich noch einmal als Schneiderin selbständig zu machen, muss dieses Ansinnen aber aufgrund der psychischen Folgeerscheinungen der Zwangsarbeit wieder aufgeben. Sie leidet unter Depressionen und Angstzuständen, stottert und hat Alpträume, in denen ihre Eltern und Geschwister auftreten.

Margarethe Feineis überlebt ihren Ehemann um 24 Jahre und verstirbt mit 85 Jahren in Wien. Sie findet ihre letzte Ruhestätte in der jüdischen Abteilung des Wiener Zentralfriedhofs.

Margarete Feineis Vater verstirbt 1940 in Wien. Ihre Mutter, ihre Schwestern und Brüder, sowie deren Familien werden in den Konzentrationslagern ermordet.

Lieux

Lieu de résidence:

Citations

Wiener Stadt- und Landesarchiv (WStLA)

Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands (DÖW)

www.myheritage.com

Margarethe Feineis

Couturière
* 25 juillet 1899
Vienne
† 28 juillet 1984
Vienne
Travail forcé