Schwester M. Meinrada (Antonie) Wleklo FDC

Données personnelles

Nom religieux:

M. Meinrada, FDC

Né:

4 octobre 1888, Sowy (Polen)

Décédé:

13 mai 1976, Krakow Wola (Polen)

Profession:

Infirmière

Persécution:

Haft 26.11.1939 - 06.07.1941,
Landesverweis 1942,
Flucht 1942

Curriculum Vitae

Antonie Wleklo wird in Sowy in Polen geboren. Nach dem Besuch der Grundschule tritt sie am 16. August 1910 der Kongregation der Töchter der göttlichen Liebe bei und erhält den Ordensnamen M. Meiranda. Bereits ein Jahr später, am 16. August 1911 legt sie die Ewige Profess ab. Danach ist sie kurz in Hochstraß und Breitenfurt, bevor sie 1920 in das Kloster nach Bielsko-Biala in Polen geschickt wird. Dort leitet sie die Waschküche. Am 31. August 1937 wird sie schließlich Oberin im Kloster in Breitenfurt bei Wien und arbeitet ab 1939 im, der Marienanstalt angeschlossenen, Damenwohnheim in der Jacquingasse.

Als Gegnerin des Nationalsozialismus hört sie mit ihren Mitschwestern M. Gualberta Krenn, Sr. M. Aniceta Schiefelbein, Sr. M. Ewalda Schenk, Sr. M. Immaculata Schleimer und Sr. M. Genesia Rychetzky gemeinsam mit Bewohnern des Damenwohnheims Jacquingasse und dem Redemptoristenpriester Anton Pauk, den verbotenen Sender „Radio Vatikan“. Im Rahmen des Verhörs von Sr. M. Immaculata Schleimer durch die Gestapo, wegen der Weitergabe eines Spottgedichtes über Adolf Hitler, erwähnt diese das gemeinsame Hören des verbotenen Senders.

Am 26. November 1939 wird Sr. M. Meinrada gemeinsam mit anderen Ordensschwestern von der Gestapo wegen Hörens eines 'Feindsenders' verhaftet.

Am 22.11.[1939] kam eine deutsche Kommission zur Hauskontrolle und fand Radioapparate bei den alten Damen. Da ich bei ihnen beschäftigt war, wurde ich einer Übertretung § 1 Vdg. und Rundfunkmaßnahme für schuldig erklärt und zur 18-monatigen Zuchthausstrafe verurteilt.

Nach Ablauf dieser harten Probe kam ich am 6. Juni 1941 zurück und dankte Gott für seinen Schutz im Zuchthaus. Ich durfte nur ein halbes Jahr noch in Österreich bleiben und dann musste ich weg.

Sr. M. Meinrada in ihren Erinnerungen

Sr. M. Meinrada wird schließlich am 6. Juni 1941 aus der Haft entlassen.

Am 6. Juni [1941] kam ganz unverhofft unsere schon lange erwartete Sr. Meinrada nach 18 Monaten Abwesenheit zurück, worüber natürlich nicht nur in unserem Hause sondern bei allen, die davon verständigt werden konnten, große Freude herrschte.

Chronik der Marienanstalt von 1941

Die Rückkehr in die Marienanstalt ist jedoch nur von kurzer Dauer, da sie, als nicht-deutsche Staatsbürgerin, bald ausgewiesen wird.

Am 27. Jänner [1942] musste Sr. Meinrada – der liebe Gott prüft die Schwester hart – da es nicht möglich war bis zu diesem Tage die geforderten Dokumente beizubringen, ins Ausland abreisen. Die Vorgesetzten bestimmten Agram.

Chronik der Marienanstalt 1942

Auch in Kroatien ist sie Verfolgung ausgesetzt, weshalb sie mit ihrer Mitschwester M. Teresina Werner nach Grottaferrra in Italien flüchtet. Dort errichtet sie ein Kinderheim. In Grottaferrra erlebt sie das Kriegsende und bleibt dort bis 1966. Danach kehrt sie nach Krakau zurück und arbeitet bis zu ihrem Tode 1976 in einem Pflegeheim in Wola.

Lieux

Citations

Archiv Kongregation der Töchter der göttlichen Liebe,

Archiv ÖVP-Kameradschaft der politisch Verfolgten und Bekenner für Österreich (KPV)

M. Meinrada Wleklo FDC

Infirmière
* 4 octobre 1888
Sowy (Polen)
† 13 mai 1976
Krakow Wola (Polen)
Responsabilité