Oberinspektor Friedrich Klein

Données personnelles
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Adhésions
Curriculum Vitae
Friedrich Klein kommt in Wien als ehelicher Sohn des Kaufmanns Adolf Klein und seiner Gattin Rosalia, geborene Wolf, zur Welt. Die Familie ist jüdischen Glaubens. Über seine Kindheit und Jugend ist nichts erhalten geblieben.
Am 1. März 1905 tritt er in den Dienst der k.k. österreichischen Staatsbahnen ein. 1909 konvertiert er zum katholischen Glauben. Ob er im Ersten Weltkrieg eingezogen wird, ist aus den vorliegenden Unterlagen nicht ersichtlich.
Im Jahre 1918 erlebt Friedrich Klein die Niederlage Österreich-Ungarns, die Zerschlagung der Doppelmonarchie und die Vertreibung des Hauses Habsburg. Er wird die die Österreichischen Bundesbahnen übernommen. 1933 heiratet er die Katholikin Juliane Pauschenwein; die Ehe bleibt kinderlos. Politisch scheint er nicht aktiv gewesen zu sein.
Am 12. März 1938 erlebt Friedrich Klein den Untergang des freien und unabhängigen Österreichs mit dem Einmarsch der deutschen Wehrmacht. Mit der Besetzung Österreichs wird die deutsche Gesetzgebung übernommen und damit auch die ‘Nürnberger Rassengesetze’, nach denen Friedrich Kein als ‘Volljude’ gilt. Am 1. November 1938 wird er aus 'rassischen Gründen' durch Zwangspensionierung entlassen. Mit 1. September 1941 muss er den 'gelben Judenstern' tragen. Nur die Ehe mit einer 'Arierin' schützt ihn vor weiterer Verfolgung.
Im April bzw. Mai 1945 erlebt Friedrich Klein die Befreiung Österreichs und die Wiedererrichtung der Republik. Altersbedingt bleibt er im Ruhestand. Er tritt der neugegründeten Österreichischen Volkspartei (ÖVP) und der ÖVP-Kameradschaft der politisch Verfolgten und Bekenner für Österreich bei.
Friedrich Klein verstirbt mit 85 Jahren in Wien und findet seine letzte Ruhestätte am Friedhof in Wien-Hietzing.
Lieux
Lieu de résidence:
Citations
Wiener Stadt- und Landesarchiv (WStLA)
Matricula Online
Friedhöfe Wien - Verstorbenensuche
