Paulus (August) Wörndl OCD

Персональные данные
Имя в ордене:
Родился:
Умер:
Профессия:
Преследование:
Haft 06.07.1943 - 26.06.1944,
Ermordet am 26.06.1944
Биография
August Wörndl wird in Salzburg-Itzling als eines von 15 Kindern von Ignaz und Josefa Wörndl geboren. Seine Eltern ziehen bald nach seiner Geburt nach Schlierbach, wo sie ein Gasthaus mit Fleischhauerei betreiben. Später übersiedeln sie zuerst nach Kirchdorf an der Krems, dann nach Oberhaid bei Wels und schließlich nach Wels. Nach der Volksschule absoviert er das Gymnasium wo er 1913 maturiert. Die Familie ist sehr religiös und erhält oftmals Besuch eines Karmelitenpaters. Durch ihn reift in August Wörndl der Gedanke, selbst in diesen Orden einzutreten.
Nach der Matura tritt August Wörndl 1913 in Graz in den Orden der Unbeschuhten Karmeliten (Teresianischer Karmel) ein und erhält den Ordensnamen Paulus von der Jungfrau Maria. Er studiert Philosophie und Theologie an der Universität Wien und wird nach seiner Promotion am 10. Oktober 1919 zum Priester geweiht. Nachdem er in verschiedenen Ordensklöstern unterschiedliche Ämter bekleidet hat, wird der junge Karmelit Paulus Wörndl im September 1925 in die gerade im Bau befindliche St. Josefskirche nach St. Pölten entsandt. Er wird nach der Erhebung von St. Josef zur Stadtpfarrkirche dort zum ersten Pfarrer erhoben. Er wird als engagierter und leidenschaftlicher Pfarrer beschrieben, der mit Überzeugung für seine Gemeinde da ist.
Als Pfarrer von St. Josef erlebt er auch die Okkupation Österreichs durch das Dritte Reich am 12. März 1938. Schon bald überwacht die Gestapo seine Aktivitäten, zumal sein Einfluss auf die Jungend den Nationalsozialisten ein Dorn im Auge ist. Nachdem Paulus Wörndl die Pfarre nicht freiwillig verlassen möchte, erhält er schließlich die Aufforderung der Gestapo St. Pölten zu verlassen.
[…] und nun muß ich die Chronik schließen, denn die Stunde meines Abschieds hat geschlagen. Ich muss fort auf Verlangen der Partei, weil ich zuviel mit dem Volke und vor allem mit der Jugend verbunden bin. Ich freue mich, daß ich das Opfer bringen darf zur Sühne für meine Sünden und für meine liebe treue Pfarrgemeinde. Nun bin ich eingereiht in die Reihe der Kreuzträger. […] Jungfrau Mutter Gottes mein, laß mich ganz Dein eigen sein.
Dein im Leben, Dein im Tod.
Paulus Wörndl wird Pfarrer in der Karmelitenkirche in Linz. Auch dort arbeitet er charismatisch und sehr erfolgreich mit der Jungend zusammen. Seine Predigten sind auf religiöse Themen konzentriert und sehr vorsichtig formuliert, da er weiß, dass die Gestapo ihn auch in Linz observiert und er diese nicht reizen möchte. Durch Postüberwachung und Bespitzelung sucht die Gestapo nach Material, die für eine Verhaftung reichen. Er bleibt in dieser Zeit in Briefkontakt mit Pfarrjugendlichen, die in die Wehrmacht eingezogen wurden. Einer dieser Jugendlichen, Friedrich Leinböck-Winter gehört einer Widerstandsgruppe an. Als er in Norwegen verhaftet wird, werden bei ihm Briefe von Paulus Wörndl gefunden.
Am 6. Juli 1943 um 8:00 Uhr morgens durchsucht die Gestapo die Pfarre und verhaftet Paulus Wörndl. Bei einer weiteren Durchsuchung drei Tage später wird hinter dem Altar ein Versteck mit Korrespondenz zwischen Paulus Wörndl und Frontsoldaten gefunden.
In einem ersten Prozess wird Paulus Wörndl zu einem Jahr Gefängnis verurteilt, weil “er mit mit einem in der Zwischenzeit zum Tode verurteilten Wehrmachtsangehörigen hochverräterische Beziehungen unterhalten habe.” Jedoch wir ihm wegen des Inhalts der Briefe ein weiterer Prozess gemacht.
![Photo von Paulus Wörndl [stehend]](/fileadmin/_processed_/7/f/csm_W%C3%B6rndl_Paulus_Photo_3_515c983273.png)
[…] den katholischen Ordenspriester August Wörndl klage ich an, in Linz und Norwegen während des Krieges dadurch ein hochverräterisches Unternehmen vorbereitet und den Feind des Reichs begünstigt zu haben, dass er den Sanitätssoldaten Leinböck-Winter in defaitistischen Briefen darin bestärkte, zum Zwecke der Wiedererrichtung eines selbständigen, unter dem Einfluss der römisch-katholischen Kirche stehenden Österreichs eine hochverräterische Organisation unter Norwegern und Wehrmachtsangehörigen aus den Donau- und Alpenreichsgauen zu gründen, ihm zu diesem Zwecke Anweisungen erteilte und die Anschrift eines Wehrmachtsangehörigen bekanntgab.
Am 22. März 1944 wird Paulus Wörndl in Linz wegen Hochverrat und Wehrkraftzersetzung zum Tode verurteilt. Am 31. März 1944 wird er in das Zuchthaus Brandenburg gebracht und dort am 26. Juni 1944 durch das Fallbeil enthauptet.
Heute ehren wir den einst für ehrlos Erklärten, dessen Menschenliebe und Liebe zu Christus mehr wog als die Rettung des eigenen Lebens. Pater Paulus ging als Priester in den Tod, weil er durch seine Nähe zu Gott und zu den Menschen den damaligen Machthabern unangenehm geworden war.
Места
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Почести:
Цитаты
- Mikrut, Jan (1999): Blutzeugen des Glaubens. Martyrologium des 20. Jahrhunderts (Wien), стр. 319–332.
