Marianne König (geb. Landesberger)

Персональные данные

Родился:

22 августа 1893 г., Вена

Умер:

2 февраля 1978 г., Bad Goisern

Профессия:

домохозяйка

Преследование:

Flucht 20.03.1938,
Arisierung 20.03.1938

Членства

Австрийская народная партия, ÖVP Товарищество политически преследуемых и исповедников за Австрию

Биография

Marianne Landesberger kommt in Wien als Tochter des Generaldirektor der Anglo-Österreichischen Bank Adolf Hermann Landesberger und seiner Gattin Franziska, geborene Hinrich, zur Welt. Die Familie ist jüdischen Glaubens. Über ihre Schulbildung ist nichts erhalten geblieben.

Am 14. November 1912 heiratet sie Wilhelm König. Wohl im Zusammenhang mit der Eheschließung tritt Marianne Landesberger kurz zuvor aus der Israelitischen Kultusgemeinde (IKG) Wien aus bzw. zum Katholizismus über. Ihre Taufpatin ist Wilhelm Königs Mutter Helene König, die bereits 1910 zum Katholizismus konvertiert war; Wilhelms IKG-Austritt war schon zuvor im Februar 1907 erfolgt, im November desselben Jahres wurde auch er römisch-katholisch getauft. Marianne und Wilhelm König wohnen ab 1917 gemeinsam mit Helene König in der Garnisongasse 6/12 im 9. Wiener Gemeindebezirk; außerdem besitzt er ein Landhaus in Wien-Döbling. Die Ehe bleibt kinderlos.

Wilhelm König ist in weiterer Folge in unterschiedlichen Banken aktiv. Im März 1921 übernimmt Wilhelm König das Amt des Generaldirektors der von Stephan Mautner geführten Neuen Wiener Bankgesellschaft. Als diese im November 1922 Anteile an der Potsdamer Kreditbank erwirbt, wird Wilhelm König in deren Aufsichtsrat berufen; ferner ist er Vizepräsident der Mobilbank A.G. Budapest. Unter dem Eindruck der Wirtschaftskrise wechselt er 1926 ins Bundesministerium für Finanzen, wo er bis 1937 als Kontrollorgan des Völkerbundes für den Reliefkredit der Vöslauer Kammgarn-A.G. tätig ist; bis 1938 bleibt er weiterhin als Experte für den Österreichischen Credit-Anstalt-Bankverein tätig und ist gerichtlich beeideter Sachverständiger für Bank- und Börsenwesen. Darüber hinaus sind seine Berufsjahre von seiner publizistischen Tätigkeit zur Finanzpolitik geprägt. Neben zahlreichen Artikeln in führenden Tageszeitungen wie der Neuen Freien Presse, dem Neuen Wiener Tagblatt oder der Reichspost stoßen laut Marcell Klangs Handbuch 'Die geistige Elite Österreichs' (1936) auch selbständige Publikationen wie 'Barzahlung und Banktrennung' (1907), 'Der Staatsbankrott von 1811' (1911) oder 'Zur Theorie der Steuer' (1918) auf reges Interesse. Seine publizistische Tätigkeit, gerade in den 1930er Jahren, wendet sich massiv gegen den Nationalsozialismus.

Wilhelm König ist darüber hinaus leidenschaftlicher Kunstsammler und verfügt über eine kostbare Bibliothek von angeblich 5.000 Bänden. Der früheste Beleg für Wilhelm Königs Kunstsammlung findet sich im Archiv des Bundesdenkmalamtes, mit seiner Erklärung, seine Sammlung öffentlich zugänglich zu machen.

Am 12. März 1938 muss Marianne König erleben, wie mit dem Einmarsch der deutschen Wehrmacht, das freie und unabhängige Österreich untergeht. Mit der Besetzung Österreichs wird die deutsche Gesetzgebung übernommen und damit auch die ‘Nürnberger Rassengesetze’, nach denen Wilhelm und Marianne König als ‘Volljuden’ gelten.

Wilhelm König erfährt, dass er aufgrund seiner Gegnerschaft zum Nationalsozialismus auf Verhaftungslisten der Gestapo steht. Deshalb entschließen sich er und Marianne König zur Flucht. Am 20. März 1938 fliehen sie über die Schweiz, Frankreich und England nach Schweden. Aufgrund der überhasteten Flucht, können sie nur einen sehr geringen Teil ihres Vermögens und ihrer Kunstwerke mitnehmen. Der im besetzten Österreich verbleibende Großteil des Vermögens wird von den nationalsozialistischen Behörden beschlagnahmt.

Места

Место проживания:

Garnisongasse 6 (Вена)

Цитаты

Wiener Stadt- und Landesarchiv (WStLA)

Kommission für Provenienzforschung unter provenienzforschung.gv.at/beiratsbeschluesse/Koenig_Wilhelm_2024-09-27.pdf

Marianne König

домохозяйка
* 22 августа 1893 г.
Вена
† 2 февраля 1978 г.
Bad Goisern
арбитраж, Побег