Josef Rudolf Jeschek

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Josef Jeschek
Изображение: DÖW

Персональные данные

Родился:

1 марта 1887 г., Вена

Умер:

18 июля 1940 г., KZ Sachsenhausen

Профессия:

Druckereibesitzer

Членства

Группа Hebra

Биография

Josef Rudolf Jeschek kommt in Wien als ehelicher Sohn des Druckers Josef Jeschek und seiner Gattin Rosalia, geborene Schindler, zur Welt. Über seine Kindheit und Jugend ist nichts erhalten geblieben.

Nach der Schulbildung macht Josef Jeschek die Ausbildung zum Lithographen und eröffnet eine Druckerei am Roseveltplatz 14, im 9. Wiener Gemeindebezirk. 1924 heiratet er Hildegard Scholz und wird in weiterer Folge Vater einer Tochter. Ob er sich in den 1920ern und 1930ern politisch engagiert, lässt sich heute nicht mehr feststellen. Jedenfalls ist er katholisch und legitimistisch eingestellt, sieht die Zukunft seines Heimatlandes Österreichs unter Otto von Habsburg und ist daher strikter Gegner des Nationalsozialismus.

Am 12. März 1938 muss Josef Jeschek erleben, wie mit dem Einmarsch der deutschen Wehrmacht, das freie und unabhängige Österreich untergeht. Bereits im Sommer 1938 gründet der Schriftsteller Wilhelm Hebra eine legitimistische Widerstandsgruppe, genannt Gruppe Hebra, der sich Josef Jeschek anschließt. Sie veröffentlichen unter anderem das von Wilhelm Hebra verfasste Flugblatt 'Östfrei' (Österreich frei) in dem die österreichisch-patriotischen Ziele der Gruppe Hebra klar zum Ausdruck kommen.

Österreich ist nicht ein Teil des deutschen Reichs, sondern ein durch Lüge und Gewalt erobertes, durch Tyrannei festgehaltenes, jedes Rechts beraubtes, gequältes und gepeinigtes Land. Wir Österreicher sind durch Geschichte und Kultur, in Geist und Gesinnung, in Charakter und Lebensform von den anderen Deutschen unterschieden, den Preußen gegensätzlich. Wir sind eine eigene Nation: die österreichische Nation.

Aus dem Flugblatt Östfrei der Gruppe Hebra

Ende März 1939 wird die Widerstandsgruppe von der Gestapo aufgedeckt und Josef Jeschek am 23. März 1939 verhaftet. Seine Ehefrau wird genötigt, die Druckerei zu schließen und kann sich und ihre Tochter in weiterer Folge nur durch den Verkauf von Wertgegenständen und Geldausleihungen von Bekannten erhalten.

Josef Jeschek wird in das Landesgericht I in Wien überstellt, wo ihm am 17. Dezember 1939 der Prozess wegen 'Vorbereitung zum Hochverrat' gemacht wird. Im Verfahren wird er aber freigesprochen und wieder der Gestapo übergeben. Diese behält ihn weiterhin in Schutzhaft. Ende März 1940 wird er schließlich in das KZ Sachsenhausen bei Berlin deportiert. Dort wird er am 18. Juli 1940 ermordet. Seine Asche wird einen Monat später am Friedhof in Wien-Meidling beerdigt.

Seine Ehefrau und seine Tochter erleben die Befreiung Österreichs und die Wiedererrichtung der Republik im April bzw. Mai 1945. Nachdem ihr Wohnhaus in der Alser Straße 14 durch einen Bombentreffer zerstört wurde, müssen sie ihre Existenz komplett neu aufbauen. Hildegard Jeschek tritt der neugegründeten Österreichischen Volkspartei (ÖVP) und der ÖVP-Kameradschaft der politisch Verfolgten und Bekenner für Österreich bei. Sie überlebt ihren Ehemann um 44 Jahre.

Места

Место проживания:

Alser Straße 14 (Вена)

Место смерти:

Цитаты

Wiener Stadt- und Landesarchiv (WStLA)

Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands (DÖW)

Matricula Online

Friedhöfe Wien - Verstorbenensuche

Josef Jeschek

Druckereibesitzer
* 1 марта 1887 г.
Вена
† 18 июля 1940 г.
KZ Sachsenhausen
Ответственность, Концентрационные лагеря, убитый