Oskar Josef Karl Bourcard

Персональные данные
Родился:
Умер:
Профессия:
Преследование:
Haft 23.07.1940 - 10.04.1945
Членства
Биография
Oskar Josef Karl Bourcard kommt in Wien als ehelicher Sohn des gleichnamigen Statthaltereikonzeptionspraktianten Oskar Bourcard und Olga, geborene Philippine, zur Welt. Über seine Kindheit und Jugend ist nichts erhalten. Von 1929 bis Anfang 1932 dient Oskar Bourcard beim österreichischen Bundesheer und gehört während dieser Zeit dem 'Wehrbund' an, der der Christlichsozialen Partei (CSP) nahesteht. Danach arbeitet als Lagerarbeiter in unterschiedlichen Kleiderfabriken.
Ab 1931 oder 1932 engagiert er sich beim Reichsbund der Österreicher und ab 1936 bei der Vaterländischen Front. Darüber hinaus ist er Presseleiter der legitimistischen Österreichischen Front und von 1934 bis 1936 Schulungsleiter des legitimistischen Vereins Ring der Österreicher.
Der Gegner des Nationalsozialismus und überzeugte Österreicher muss am 12. März 1938 erleben, wie mit dem Einmarsch der deutschen Wehrmacht, das freie und unabhängige Österreich untergeht. Im Jänner 1939 heiratet Oskar Bourcard Maria Dittl. Kurze Zeit später lernt er den Mitbegründer der Großösterreichischen Freiheitsbewegung um den Wiener Rechtsanwalt Jakob Kastelic, Karl Wilhelm Rössel-Majdan kennen. Dieser weiht ihn in die Pläne der Widerstandsgruppe ein und stellt ihn kurze Zeit später Jakob Kastelic persönlich vor. Er wird Sekretär der Widerstandsbewegung und Mitglied des Exekutivkomitees. In diesen Funktionen ist er für die Durchführung der gesamten Organisation der Großösterreichischen Freiheitsbewegung zuständig.
Oskar Bourcard ist für den strukturellen Aufbau der Gruppe, die Vergabe der Mitgliedsausweise, die Führung der Mitgliederliste und die Verwaltung der Mitgliedsbeiträge zuständig. Darüber hinaus organisiert er Verteil- und Plakatieraktionen mit regimekritischen Inhalt, nimmt an den Zusammenschlussgesprächen mit der Widerstandsgruppe um Karl Lederer teil und gibt von Auslandssendern gehörte Nachrichten weiter.
Ab Juli 1940 werden gut 300 Personen dieser Widerstandsgruppe vom Burgschauspieler Otto Hartmann verraten (Otto Hartmann wird in der Folge 1947 zu lebenslanger Haft verurteilt und 1957 begnadigt), Oskar Bourcard am 23. Juli 1940 verhaftet und in das Gestapo-Gefängnis am Morzinplatz gebracht. Im August 1940 wird er in das Polizeigefängnis Rossauerländer überstellt. Die weiteren Stationen seiner Gefangenschaft sind das Landesgericht II Wien, das Strafgefängnis Anrath, das Landesgerichtsgefängnis Krefeld und das Landesgericht I Wien. Am 1. März 1944 wird Oskar Bourcard vom Volksgerichtshof wegen Hochverrats zu zehn Jahren Zuchthaus verurteilt.
Danach ist er im Landesgericht II Wien, im Zuchthaus Straubing und abermals in Wien, bevor er am 5. April 1945 Richtung Zuchthaus Stein an der Donau in Marsch gesetzt wird. Am 10. April 1945 wird er während des Marsches aus der Haft entlassen.
Nach der Befreiung Österreichs von der nationalsozialistischen deutschen Diktatur wird Oskar Bourcard 1947 Vater eines Sohnes und tritt der ÖVP-Kameradschaft der politisch Verfolgten und Bekenner für Österreich bei. Er wird in der Folge Mitinhaber eines Geschäftes, welches Tachometer erzeugt und gründet mit seiner Familie eine neue Existenz.
In Wien geht Oskar Bourcard in Pension und verstirbt mit 77 Jahren. Er findet seine letzte Ruhestätte am Friedhof in Wien-Grinzing.
Места
Место проживания:
Цитаты
Wiener Stadt- und Landesarchiv (WStLA)
Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands (DÖW)
Matricula Online
Friedhöfe Wien - Verstorbenensuche
