Oberst Dr. Gustav Wolff

נתונים אישיים
נולד:
נפטר:
מקצוע:
חברויות
קורות חיים
Gustav Wolff (in der Geburtsmatrikel 'Wolf') kommt in Wien als ehelicher Sohn des Generalsekretärs des Montan-, Eisen- und Maschinenindustrievereins Viktor Wolff und seiner Gattin Gabriele, geborene Schreiber, zur Welt. Nach der Volksschule besucht er
Bereits Anfang 1919 beginnt sich Wolff intensiv politisch zu betätigen. Zunächst erhält er von der Bürgerlich-Demokratischen Partei Unterstützung für die Zeitung 'Die Staatswehr'. Er versucht insbesondere ehemalige Offiziere politisch anzusprechen und entwickelt sich zunehmend zum Vertreter eines konsequenten österreichischen Legitimismus.
1920 gehört Gustav Wolff zu den Begründern der Partei der Schwarz-gelben Legitimisten. In einer späteren Aussage bezeichnet er sich selbst als 'Begründer der Idee'. Er selbst wird als komplett unpragmatisch, unflexibel und kompromisslos charakterisiert, was dazu führt, dass nach internen Streitigkeiten, aus der Partei der Schwarz-gelben Legitimisten, 1922 die Kaisertreue Volkspartei (Wolff-Verband) hervorgeht, deren führender Kopf und Obmann Gustav Wolff ist.
Sein politisches Ziel ist die Wiederherstellung der Monarchie unter dem Haus Habsburg. Er vertritt die Auffassung, Kaiser Karl habe 1918 nicht auf seine Herrscherrechte verzichtet; nach dessen Tod betrachtet er Otto von Habsburg als legitimen Kaiser.
Sein politisches Ziel ist die Wiederherstellung der Monarchie unter dem Haus Habsburg. Er vertritt die Auffassung, Kaiser Karl habe 1918 nicht auf seine Herrscherrechte verzichtet; nach dessen Tod betrachtet er Otto von Habsburg als legitimen Kaiser.

Ich stehe ebenso wie der Univ.-Prof. Kehlsen auf dem Standpunkt, dass die gegenwärtige republikanische Staatsform Österreichs auf revolutionärem Wege zustande gekommen ist, nicht aber auf legalem Wege. Kaiser Karl hat niemals abgedankt, er hat nur de facto seine Regierungsgeschäfte niedergelegt und seinen Völkern die Entscheidung über die künftige Staatsform überlassen. EIn solcher Volksentscheid hat aber tatsächlich nicht stattgefunden, sondern es wurde von den Abgeordneten des alten Reichsrates ohne dass sie hiezu legitimiert gewesen wären (sie waren ja nicht frisch gewählt) die republikanische Staatsform ausgerufen.
Gustav Wolffs politischer Legitimismus verbindet sich mit einem ausgeprägten Antimarxismus. Sozialdemokratie und Kommunismus lehnt er entschieden ab. Gleichzeitig grenzt er sich nach seinen eigenen Angaben von deutschnationalen und antisemitischen Gruppierungen ab. 1926 ändert er den Namen der Zeitschrift 'Die Staatswehr' auf 'Schwarz-Gelb', stellt aber das Blatt 1927 ein. Ab 1928 bringt er das periodische Druckwerk 'Das Volk' heraus.
Gustav Wolffs autoritärer Führungsstil führt dazu, dass die Partei, die um 1921 etwa 6000 Mitglieder (davon 4000 Mitglieder in Wien) hat, um 1928 noch über wenige hundert Mitglieder verfügt.
Nachdem er seine politische Arbeit mit Fanatismus verfolgt, beginnen bereits 1921 Eheprobleme. Im Oktober 1927 zieht er zu seiner Freundin Eleonore Klaus, die Scheidung erfolgt 1928.

Im Frühjahr 1928 gerät Gustav Wolff im Zusammenhang mit dem in Österreich festgenommenen ungarischen Kommunisten Béla Kun in ein Hochverratsverfahren. Die Kaisertreue Volkspartei fordert dessen Auslieferung nach Ungarn. In einem Flugblatt werden für den Fall der Nichtauslieferung weitreichende politische Konsequenzen bis hin zu einem militärischen Vorgehen Ungarns gegen Österreich in den Raum gestellt. Gustav Wolff ist als für den Inhalt Verantwortlicher genannt. Er bestreitet, der Verfasser zu sein, weigert sich jedoch unter Berufung auf das Redaktionsgeheimnis, andere Beteiligte preiszugeben. Er wird am 10. Mai 1928 verhaftet und bleibt bis zu seinem Verfahren wegen Hochverrats am 18. Juli 1928 in Haft, wo er zu einem Jahr schwerem Kerker verurteilt wird. Der Strafantritt ist bis Oktober 1928 ausgesetzt und wird bis dahin amnestiert.
Als wesentliche Rechtsfolge ist in der späteren Strafregisterauskunft der Verlust seiner Charge als Oberst vermerkt. Seine Pensionsberechtigung wird ihm später gnadenweise mit Wirkung vom 5. Oktober 1933 wieder zuerkannt.
Obwohl die Kaisertreue Volkspartei bei Wahlen antritt, kann sie niemals auch nur ein Mandat gewinnen und bleibt komplett erfolglos. Die Auftritte Gustav Wolffs werden mitunter von Gästen als belustigend und amüsant empfunden. Er ist jedoch strikter und entschiedener Gegner des Nationalsozialismus und des Deutschnationalismus.
Nicht die 'Roten' sind meine Feinde; die bezeigen mir mehr Achtung. Meine Feine sind die Großdeutschen und die Deutschnationalen, die gegen mich hetzen, weil ich mir meine schwarz-gelbe Gesinnung nicht austreiben lasse, solange ich lebe. Die Reichsdeutschen sind die Totengräber der Monarchie gewesen und die, die immer nach Berlin geschielt haben. Dr. Lueger hat diese Gesellschaft richtig beurteilt, er hat die Deutschnationalen abgeorfeigt, weil er sie als die Erzfeinde Österreichs erkannt hat und nicht die 'Roten'. Wie der Arbeiter gesehen hat, gehört hat, wie und was die oben an der Krippe sitzenden über das Kaiserhaus schimpfen, haben sie halt auch geschimpft. Nur die intelligenten Kreise haben den Samen der Zwietracht gesät.
Obwohl die Kaisertreue Volkspartei (Wolff-Verband) bei Wahlen antritt, kann sie niemals auch nur ein Mandat gewinnen und bleibt komplett erfolglos. Die Auftritte Gustav Wolffs werden mitunter von Gästen als belustigend und amüsant empfunden. Er ist jedoch strikter und entschiedener Gegner des Nationalsozialismus und des Deutschnationalismus.
Nach 1934 erfolgt die Umbenennung der Kaisertreuen Volkspartei (Wolff-Verband) in Kaisertreuer Volksverband (Oberst Wolff Verband in der Vaterländischen Front). In der Zeit zwischen 1934 und 1938 finden unzählige Veranstaltungen des Kaisertreuer Volksverbandes (Oberst Wolff Verband in der Vaterländischen Front) statt, welcher sich in den Eisernen Ring eingegliedert hat.
Am 12. März 1938 erlebt Gustav Wolff mit dem Einmarsch der deutschen Wehrmacht den Untergang des freien und unabhängigen Österreichs. Als exponierter Legitimist und Obmann des kaisertreuen Volksverbandes gerät er unmittelbar ins Visier der nationalsozialistischen Machthaber.
Bereits am 21. März 1938 wird Gustav Wolff aufgrund seiner Tätigkeit in der legitimistischen Bewegung verhaftet. Erst am 9. August 1938 wird er aus der Haft entlassen. Eine weitere Verhaftung erfolgt zwischen dem 9. November 1939 und dem 18. Dezember 1939, sowie zwischen dem 4. Jänner 1944 und dem 16. Dezember 1944. Die letzte Haft erfolgt wegen Ermittlungen in Zusammenhang mit der Nichtanzeige eines hochverräterischen Unternehmens. Wahrscheinlich geht es hierbei um die Illegale Österreischische Kaisertreue Front in der viele Mitglieder der ehemaligen Kaisertreuen Volkspartei (Wolff-Verband) tätig sind.
Die erste Haft hat für den bereits 68-jährigen Gustav Wolff erhebliche gesundheitliche Folgen. Ein späteres amtsärztliches Gutachten hält fest, dass sich seine Beschwerden infolge der Aufregungen, mangelhaften Ernährung und 'zeitweise tätlichen Insulte (Stöße)' wesentlich verschlechtern. Nach der Haft kann er nur mehr mit einem Stock gehen und keiner Erwerbstätigkeit mehr nachgehen.

In Wien erlebt Gustav Wolff im April 1945 die Befreiung Österreichs und die Wiedererrichtung der Republik. Nach der Befreiung Österreichs tritt er der neugegründeten Österreichischen Volkspartei (ÖVP) und der ÖVP-Kameradschaft der politisch Verfolgten und Bekenner für Österreich bei. Er nimmt wieder sein Studium auf und promoviert 1947 zum Thema 'Gewaltsame Flußübergänge der Kriegsgeschichte des 19. Jahrhunderts'.
1954 heiratet er seine langjährige Lebensgefährtin Eleonore Klaus. Er verstirbt mit 92 Jahren in Wien.
מקומות
מקום מגורים:
ציטוטים
Wiener Stadt- und Landesarchiv (WStLA)
Österreichisches Staatsarchiv (ÖStA)
Archiv Universität Wien
Archiv Institut für Zeitgeschichte - Universität Wien
Archiv Kameradschaft der politisch Verfolgten und Bekenner für Österreich
Österreichische Nationalbibliothek (ÖNB)
Dorotheum
Matricula Online
