Universitätsprofessor Oberstudienrat Dr. Wilhelm Erich Alois Krause

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Wilhelm Krause
תמונה: ÖStA

נתונים אישיים

נולד:

6 דצמבר 1910, Freiburg im Breisgau

נפטר:

12 מאי 1976, Wien

מקצוע:

Lehrer und Universitätsprofessor

מספר במחנה ריכוז:

7377

חברויות

מפלגת העם האוסטרית, ÖVP מאבק פוליטי נגד אוסטריה

קורות חיים

Wilhelm Erich Alois Krause kommt am 6. Dezember 1910 in Freiburg im Breisgau als ehelicher Sohn von Alois Krause und Klara, geborene Krause, zur Welt. [Anm.: auch der Mädchenname der Mutter war 'Krause']. Sein Vater stirbt 1920.

Wilhelm Krause besucht Schulen in Freiburg und anschließend das fürstbischöfliche Privatgymnasium Stella Matutina in Feldkirch in Vorarlberg, wo er am 25. Juni 1929 maturiert. Im Wintersemester 1929/30 beginnt er an der Universität Wien ein Studium der Klassischen Philologie, der indogermanischen und iranischen Sprachwissenschaft sowie der Indologie. Zwischen 1930 und 1933 ist er als Studentenvertreter im Hochschul-Ausschuss der Universität Wien, im Verein 'Logos' und im 'Katholischen Philologenverein' aktiv. Ab 1932 arbeitet er als Bibliothekar am Indogermanischen Institut der Universität Wien. 1933 tritt er der Vaterländischen Front bei.

Wilhelm Krause schreibt eine Dissertation mit dem Titel 'Die Ausdrücke für das Schicksal bei Homer' und wird am 23. Juni 1936 zum Doktor der Philosophie promoviert. Am 5. November 1937 legt er die Lehramtsprüfung für Latein und Griechisch ab und beginnt neben seiner Tätigkeit an der Universität auch am Gymnasium im 5. Wiener Gemeindebezirk zu arbeiten. Der tiefgläubige Katholik und patriotische Österreicher lehnt den Nationalsozialismus ab. Seine Meinung verbreitet er auch auf der Universität Wien.

Der Obengenannte war als Bibiothekar an der Wiener Universität tätig und hat dort unter den Studenten Greuelnachrichten verbreitet. Er kritisierte in abfälliger Weise die sozial- und wirtschaftspolitischen Massnahmen des Reiches, nannte den Führer einen Verbrecher und Gauner und bezeichnete die deutsche Regierung als Bande. […]

Geheime Staatspolizei - Staatspolizeistelle Wien (Gestapo Wien)

Dr. Wilhelm Krause genoß laut Aussage seiner Mutter bei den Jesuiten 10 Jahre lang eine 'tiefreligiöse' Erziehung und brachte seine Jugend mit 'Studium und Fasten' zu. Laut Mitteilung der Gauleitung Baden, sind sowohl Klara Krause, als auch ihr Sohn Wilhelm, stolz auf ihr katholisches Bekenntnis.

Der Obengenannte [Wilhelm Krause] war während der Verbotszeit Systemanhänger und entschiedener Gegner der NSDAP.

[…]

Gaupersonalamt Wien vom 20. November 1942

Am 12. März 1938 erlebt Wilhelm Krause mit dem Einmarsch der deutschen Wehrmacht den Untergang des freien und unabhängigen Österreichs. Bereits am 1. April 1938 wird er als Bibliothekar entlassen und am 10. Juli 1938 aus dem Schuldienst.

Am 18. Juli 1938 wird Wilhelm Krause von der Gestapo verhaftet und am 25. September 1938 in das KZ Buchenwald deportiert. Am 3. Mai 1939 erfolgt seine Entlassung, bleibt aber weiterhin unter polizeilicher Beobachtung und Meldepflicht.

Am 11. März 1940 wird Wilhelm Krause zur deutschen Wehrmacht eingezogen. Das Wehrstammbuch dokumentiert seinen Kriegsdienst unter anderem in Frankreich, auf dem Balkan, in Finnland und an der Ostfront. Am 28. Juli 1942 heiratet er Anna Maria Kausek (1944 kommt sein Sohn und 1947 seine Tochter zur Welt).

1944 wird Wilhelm Krause wieder in den Schuldienst aufgenommen. In Wien erlebt er die Befreiung Österreichs und die Wiedererrichtung der Republik im April bzw. Mai 1945. Er tritt der neugegründeten Österreichischen Volkspartei (ÖVP) und der ÖVP-Kameradschaft der politisch Verfolgten und Bekenner für Österreich bei.

Beruflich und wissenschaftlich baut Wilhelm Krause nach 1945 seine Laufbahn wieder auf. Er unterrichtet am Bundesgymnasium Wien IX und bietet dort auch einen freiwilligen Sanskritkurs an. Seit 1946 ist er als Referent des Bundesministeriums für Unterricht für Publikationen österreichischer Lehranstalten tätig. Er leitet die Sektion Latein und Griechisch am Seminar für Mittelschulpraxis Wien und gehört der Katholischen Akademie Wien als ordentliches Mitglied an. 1956 erhält er den Dr.-Theodor-Körner-Preis.

Am 5. Februar 1960 habilitiert sich Wilhelm Krause an der Universität Graz für Klassische Philologie. Ab 1960 lehrt er dort als Privatdozent und zugleich als Lehrbeauftragter beziehungsweise Lektor für Altindisch. Am 24. April 1968 erhält er den Titel eines außerordentlichen Professors.

Wilhelm Krause verstirbt sehr früh am 12. Mai 1976 im Alter von 65 Jahren in Wien.

מקומות

מקום מגורים:

רדיפה:

KZ בוכנוולד (Weimar, גרמניה גרמניה)

ציטוטים

Wiener Stadt- und Landesarchiv (WStLA)

Österreichisches Staatsarchiv (ÖStA)

Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands (DÖW)

Archiv der Universität Wien

Archiv der Universität Graz

Klaus Karttunen: Persons of Indian Studies, Eintrag 'KRAUSE, Wilhelm'

Wilhelm Krause

Lehrer und Universitätsprofessor
* 6 דצמבר 1910
Freiburg im Breisgau
† 12 מאי 1976
Wien
משמעת, אחריות, מחנות ריכוז, KZ בוכנוולד