Josef Marwal

נתונים אישיים
נולד:
נפטר:
מקצוע:
רדיפה:
Haft 09.08.1944 – 06.04.1945
חברויות
קורות חיים
Josef Marwal wird im 16. Wiener Gemeindebezirk als Sohn des Schlossers Wenzel Marwal und seiner Ehefrau Antonia, geborene Czernik, geboren. Mit drei Jahren erkrankt er an der Kinderlähmung, weshalb er Zeit seines Lebens linksseitig gelähmt ist. Nach seiner Schulbildung arbeitet er zwischen 1912 und 1933 als kaufmännischer Angestellter bei den Vereinigten Margarinewerken in Wien. 1929 heiratet er die Wienerin Josefa Kopecky.
1933 wird Josef Marwal seiner Arbeit verlustig, tritt aber noch im gleichen Jahr der Vaterländischen Front und der Gewerkschaft bei. Den Nationalsozialismus lehnt er entschieden ab.
Als arbeitsloser muss er im März 1938 den Untergang des freien und unabhängigen Österreich erleben. Nachdem er einseitig gelähmt ist, ist er wehruntauglich und wird daher nicht zur Wehrmacht eingezogen. 1940 findet er eine Anstellung als Buchhalter bei der Kellereigenossenschaft Schönberg am Kamp und zieht mit seiner Ehefrau in diesen Ort.
Anfang Juni 1944 schreibt Josef Marwal je einen anonymen Brief an die nationalsozialistische Frauenschaftsleiterin der Ortsgruppe Zöbing am Kamp, Therese Pammer und an den politischen Leiter der Ortsgruppe Schönberg und SA-Führer Adolf Schadenhofer in dem er den Nationalsozialismus kritisiert.
Lieber Volksgenosse!
Nach dem unerforschlichen Ratschluss einer höheren Macht, müssen im Herbst dieses Jahres alle Nazis sterben. Sie werden daher aufgefordert, sich am 15. August 1944 zu ihrer freiwilligen Verbrennung einzufinden im Wiener Krematorium, Ofen Nr. 2. Bei Nichterscheinen werden Sie im Herbst mit anderen Nazis in plombierten Waggons vergast, wir Ihr es bei den Juden gemacht habt.
John & Albion
Die Gestapo kann die Urheberschaft der Briefe ausfindig machen und verhaftet Josef Marwal am 9. August 1944. Er wird in das Polizeigefängnis St. Pölten gebracht, sieben Tage später in das Kreisgericht St. Pölten überstellt und von dort am 7. November 1944 in das Landesgericht in Wien.
Am 23. November 1944 wird Josef Marwal vor dem Volksgerichtshof der Prozess wegen antinationalsozialistischer Betätigung gemacht, wo er zu zwei Jahren Zuchthaus verurteilt wird. Am 30. März 1945 kommt er in das Zuchthaus Stein bei Krems, wo er das Massaker von Stein am 6. April 1945, bei dem von der SS 229 Häftlinge ermordet werden, überlebt. Er erhält an diesem Tage seine Freiheit wieder.
Nach der Befreiung Österreichs kehrt Josef Marwal sofort wieder zu seiner Ehefrau nach Schönberg heim und nimmt seine Arbeit bei der Kellereigenossenschaft Schönberg am Kamp wieder auf. Er engagiert sich in der Folge bei der neugegründeten Österreichischen Volkspartei (ÖVP) und der ÖVP-Kameradschaft der politisch Verfolgten und Bekenner für Österreich. Als Buchhalter der Kellereigenossenschaft geht er in Pension und verstirbt mit 79 Jahren kinderlos im Krankenhaus Amstetten.
מקומות
מקום מגורים:
ציטוטים
Landesarchiv NÖ
Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands (DÖW)
Matricula Online
