Wilhelm Josef Zach

Données personnelles

Né:

20 février 1912, Vienne

Décédé:

31 mai 1979, Vienne

Profession:

Enseignants

Persécution:

Entlassung 25.10.1940,
Haft 01.02.1941 - 28.04.1945

Adhésions

Union du sport, Parti des travailleurs autrichiens, Parti populaire autrichien, ÖVP Camaraderie des persécutés politiques et des confesseurs pour l'Autrich

Curriculum Vitae

Wilhelm Josef Zach kommt als ehelicher Sohn des katholischen Bäckermeisters Franz Zach und Wilhelmine, geborene Landstetter, in Wien zur Welt. Nach der Volksschule besucht er die Bürgerschule und im Anschluss die Vorbereitungsklasse für die Lehrerbildungsanstalt. Danach geht er auf die Lehrerbildungsanstalt Wien Hegelgasse, wo er 1931 maturiert. Zwischen 1931 und 1935 hilft er seinem Vater in der Bäckerei, da er nicht sofort eine Lehrstelle erhält.

Zwischen 1925 und 1927 ist Wilhelm Zach Mitglied des Christlich-Deutschen Turnerbundes [heute: Sportunion]. 1933 tritt er der Vaterländischen Front bei und wird dort Bezirksreferent.

1935 wird Wilhelm Zach schließlich in den Lehrdienst aufgenommen und in der Volksschule Grubergasse im 16. Wiener Gemeindebezirk eingesetzt. Mit Eintritt in den Lehrdienst wird er außerdem Mitglied der christlichen Gewerkschaft.

Am 12. März 1938 muss der gläubige Katholik, überzeugter österreichsicher Patriot und Legitimist erleben, wie das freie und unabhängige Österreich mit dem Einmarsch der deutschen Wehrmacht untergeht.

Sein Lehrerkollege Karl Polly gründet am 29. Jänner 1940 die Widerstandsgruppe Österreichische Arbeiterpartei (ÖAP), die die österreichische Arbeiterschaft im Sinne einer österreichischen sozialen Volksmonarchie, unter Otto von Habsburg, zu organisieren versucht. Wilhelm Zach tritt dieser Gruppe als Gegner des nationalsozialistischen Regimes bereitwillig bei.

Im Juni 1940 wird Wilhelm Zach gegen seinen Willen nach Kattowitz [heute: Katowice] und Ober Lischna [heute: Leszna Górna] im besetzten Polen auf zwei Schulen dienstzugeteilt. Er boykottiert diese Dienstzuteilung und versucht schnellstmöglich wieder in seine Heimatstadt zu gelangen.

Zach hat seinen Dienst an der Volksschule Ober-Lischna nach Ablauf der Herbstferien (14.10.1940) wieder angetreten. Er ist im übrigen kein wertvoller Lehrer. Vom Beginn seiner Tätigkeit im hiesigen Bezirk an zeigte er wenig Dienstfreudigkeit; im Gegenteil war er mehrfach aufsässig und opponierte gerne. Wochen hindurch liess er sich krankheitshalber beurlauben. Seine Rückabordnung nach Wien wäre kein Verlust für das Schulwesen meines Aufsichtskreises.

Der Schulrat von Kattowitz über Wilhelm Zach

Wilhelm Zach wird aus Kattowitz und Ober Lischna nach Wien zurückberufen und aus dem Schuldienst 'als nicht mehr tragbar' am 25. Oktober 1940 entlassen.

In Wien wird die Österreichische Arbeiterpartei (ÖAP) um Karl Polly verraten und Wilhelm Zach am 1. Februar 1941 von der Gestapo verhaftet. Nach Misshandlungen bei Verhören der Gestapo wird er am 20. Februar 1943 vor dem Volksgerichtshof zu 12 Jahren Zuchthaus verurteilt. Er verbringt seine Haftstrafen in den Zuchthäusern Glatz und Straubing, wo er am 28. April 1945 von der US-Army befreit wird.

Nach seiner Heimkehr in das befreite Wien, wird Wilhelm Zach am 1. November 1945 rehabilitiert und wieder als Volksschullehrer beschäftigt. Er heiratet am 28. November 1945 Irma Rainer und tritt der Österreichischen Volkspartei (ÖVP) und der ÖVP-Kameradschaft der politisch Verfolgten und Bekenner für Österreich bei.

Aufgrund der schweren Misshandlungen, die Wilhelm Zach in der Haft erlebte, ist sein Gesundheitszustand jedoch derart schlecht, dass er mit 1. Mai 1949 bereits in vorzeitigen Ruhestand gehen muss. Er verstirb mit 67 Jahren und findet seine letzte Ruhestätte am Wiener Zentralfriedhof.

Lieux

Lieu de résidence:

Citations

Wiener Stadt- und Landesarchiv (WStLA)

Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands (DÖW)

Matricula Online

Friedhöfe Wien - Verstorbenensuche

Wilhelm Zach

Enseignants
* 20 février 1912
Vienne
† 31 mai 1979
Vienne
Rejet, Responsabilité